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Neuer Exekutivdirektor der Schweiz bei der Afrikanischen Entwicklungsbank

Bern, 16.05.2007 - Der Bundesrat hat am 16. Mai 2007 Laurent Guye, derzeit Direktor des Arbeitstisches II (Wirtschaft) beim Stabilitätspakt für Südosteuropa in Brüssel, zum neuen Exekutivdirektor der Schweiz bei der Afrikanischen Entwicklungsbank und dem Afrikanischen Entwicklungsfonds in Tunis ernannt. Zugleich hat ihm der Bundesrat den Botschaftertitel verliehen. Laurent Guye wird sein Amt als Exekutivdirektor am 1. Juli 2007 antreten.

Die Schweiz bildet gemeinsam mit Dänemark, Finnland, Indien, Norwegen und Schweden eine Stimmrechtsgruppe bei der Afrikanischen Entwicklungsbank und dem Afrikanischen Entwicklungsfonds. Gemäss dem geltenden Rotationssystem kann die Schweiz nach zwölf Jahren ab dem 1. Juli 2007 wieder für die Dauer von drei Jahren die Position des Exekutivdirektors besetzen.

Der Bundesrat hat am 16. Mai 2007 Laurent Guye für diese Position ernannt. Laurent Guye, geboren am 19. Dezember 1948 in Genf, studierte an der Universität Genf internationale Beziehungen. Im Anschluss an sein Nachdiplomstudium in Mexiko unterrichtete er während drei Jahren an einer Universität in Mexiko. Von 1978 bis 1984 arbeitete er in verschiedenen Funktionen für die DEZA in Bern. Von 1985 bis 1989 war er für die DEZA als Leiter des Koordinationsbüros für Peru und Ecuador mit Sitz in Lima tätig. Im Anschluss daran leitete er während fünf Jahren das Koordinationsbüro in Neu Dehli, Indien. Ab 1994 arbeitete Laurent Guye im SECO (ehemals BAWI), wo er zunächst das Ressort Investitionsförderung und Mischfinanzierungen leitete und danach zum Chef Operationelles im Leistungsbereich Entwicklung und Transition ernannt wurde. Von 2001 bis 2005 war er Schweizer Exekutivdirektor bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in London. Seit 2005 ist er mit dem Titel eines Botschafters Direktor des Arbeitstisches II (Wirtschaft) beim Stabilitätspakt für Südosteuropa in Brüssel.

Die Afrikanische Entwicklungsbank gilt als die wichtigste afrikanische Finanzinstitution, die sich mittels Krediten, Investitionen und technischer Assistenz für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ihrer afrikanischen Mitgliedländer einsetzt. Diese verfügen über die Aktienmehrheit, was zu einem konstruktiven Dialog zwischen der Bank und den Empfängerländern beiträgt. Die Schweiz ist seit 1982 Mitglied der Afrikanischen Entwicklungsbank, die zu den wichtigsten multilateralen Partner der Schweiz gehört. Der aus 18 vollamtlichen Direktoren bestehende Exekutivrat legt die Politik der Bank im operationellen, finanziellen und administrativen Bereich fest. Der Schweizer Exekutivdirektor ist auch Mitglied des Exekutivrates des Afrikanischen Entwicklungsfonds, der für die ärmsten Länder der Region verbilligte Kredite und Zuschüsse vergibt.

Adresse für Rückfragen:

Lukas Siegenthaler, SECO, Leiter Ressort multilaterale Zusammenarbeit, Tel. 031 324 08 19

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung
Internet: http://www.wbf.admin.ch
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