Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Inhaltsbereich
Die Finanzminister und die Zentralbankgouverneure werden sich im Rahmen des Internationalen Währungs- und Finanzausschusses (IMFC) mit dem weltwirtschaftlichen Ausblick befassen.
Der von der Schweiz begrüsste mittelfristige Strategiebericht des Geschäftsführenden Direktors des IWF, Rodrigo de Rato, bildet ein weiteres Haupttraktandum des IMFC. Der Bericht hat zum Ziel, die zukünftigen Aktivitäten des IWF aufzuzeigen und die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Finanzinstitutionen besser zu definieren. Es wurde insbesondere auch entschieden, dass die Arbeitsteilung mit der Weltbank überprüft werden muss. Nach Ansicht der Schweiz gelingt es dem Bericht allerdings nicht, den Fokus auf das Kernmandat zu beschränken. So ist sie beispielsweise gegenüber den neu vorgeschlagenen, zusätzlichen Kreditfazilitäten kritisch eingestellt.
Positiv wertet die Schweiz dagegen die angestrebte verstärkte Ausrichtung der wirtschaftlichen Überwachungstätigkeit auf Bereiche, welche für die weltwirtschaftliche Entwicklung und Stabilität relevant sind. Der IWF ist in diesem Sinne bestrebt, Wechselkurssystemen und Finanzmärkten in Zukunft verstärktes Augenmerk zu schenken. Mit Blick auf seine multilateralen Überwachungstätigkeit beabsichtigt der IWF, dem globalen Charakter dieser Aufgabe vermehrt Rechnung zu tragen. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass die diesbezüglichen Diskussionen in den formellen, hierfür vorgesehenen Gremien stattfinden.
Die Umsetzung der Entschuldungsinitiative (MDRI) seitens des IWF hat Anfang Jahr begonnen. Im Januar 2006 wurden die Schulden von 19 Ländern gegenüber dem IWF in der Höhe von rund 3.8 Milliarden Franken gestrichen. Weitere Länder werden folgen, sobald sie die vorgesehenen Bedingungen erfüllen. Die Finanzierung dieser Länder aus IWF-internen Mitteln ist gesichert.
Der Entwicklungsausschuss wird sich schwergewichtig mit den Fortschritten bei der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) befassen. Im Mittelpunkt steht dabei der Bericht der Weltbank und des IWF (Global Monitoring Report) über die Fortschritte der internationalen Gemeinschaft in Richtung der MDG.
Der Entwicklungsausschuss wird sich auch mit den Folgen des Wirtschaftswachstums befassen. Letzteres ist für die Armutsbekämpfung nötig, hat jedoch aufgrund des entsprechend steigenden Energieverbrauchs erhebliche Herausforderungen zur Folge. Der kräftigste Nachfrageschub nach fossilen Brennstoffen wird in Zukunft von den wirtschaftlich und demographisch rasch wachsenden Entwicklungs- und Schwellenländern ausgehen. Bei unveränderten Trends wird diese Entwicklung nicht nur die Bedenken über die Versorgungssicherheit verschärfen, sondern auch besorgniserregende entwicklungs- und klimapolitische Konsequenzen zeitigen.
Die Frühjahrstagung bietet wie üblich auch Gelegenheit, bilaterale Kontakte auf allen Ebenen mit Vertretern anderer Länder sowie mit Kadern des Währungsfonds und der Weltbank aufzunehmen.
EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT (EFD)
EIDGENÖSSISCHES VOLKSWIRTSCHAFTSDEPARTEMENT (EVD)
EIDGENÖSSISCHES DEPARTEMENT FÜR AUSWÄRTIGE ANGELEGENHEITEN (EDA)
Presse- und Informationsdienste