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Leicht moderateres BIP-Wachstum im 3. Quartal 2006 *

Bern, 01.12.2006 - Im 3. Quartal 2006 nahm das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz gegenüber dem Vorquartal um 0,4% zu. Das im Vergleich zu den vorherigen Quartalen leicht tiefere Wirtschaftswachstum ist vor allem auf die Stagnation der Wertschöpfung im durch Finanzmarktdienste dominierten Sektor zurückzuführen. Auf der Verwendungsseite stellen sehr lebhafte Exporte und sinkende Importe eine wichtige Besonderheit des 3. Quartals dar. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal stieg das reale BIP im 3. Quartal 2006 um 2,4%.

Die Expansion der privaten Konsumausgaben setzte sich im 3. Quartal fort (+0,5%). Geringfügig abgenommen haben nur die Ausgaben für Verkehr, Nachrichtenübermittlung und Unterricht. Alle übrigen Konsum-gruppen, allen voran die Ausgaben für Freizeit und Kultur, Möbel, Bekleidung und für Dienstleistungen aus dem Finanz- und Versicherungsbereich, konnten hingegen deutlich zulegen. Die Konsumausgaben des Staates nahmen als Folge leicht höherer Personalkosten um 0,7% zu.

Die Gesamtinvestitionen büssten im Vergleich zum Vorquartal 0,2% ein. Dies ist auf die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen, welche auf hohem Niveau um 1,0% abnahmen. Die im Vorquartalsvergleich stark gesunkenen Investitionen in Linienflugzeuge führen zu diesen Rückgang. Die restlichen Bereiche verzeichneten durchwegs positive Zuwachsraten. Die Bauinvestitionen profitierten weiterhin von der guten Konjunktur und legten vor allem dank den gestiegenen Hochbauinvestitionen um 0,9% zu.

Nach der Stagnation im 2. Quartal fanden die Exporte von Waren und Dienstleistungen auf ihren dynami-schen Wachstumspfad zurück (+2,8%). Hauptverantwortlich für diese Zunahme waren die mit 3,6% stark expandierenden Exporte von Waren, während diejenigen von Dienstleistungen nur leicht um 0,6% zulegten. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen hingegen deutlich um 1,2% ab. Dabei gingen sowohl die Einfuhren von Waren (-1,3%) als auch von Dienstleistungen (-0,6%) zurück.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal stieg der BIP-Deflator im 3. Quartal um 1,8%. Die markantesten Preisanstiege waren erneut im Aussenhandel zu verzeichnen, wo die Dienstleistungsexportpreise um 5,1% und diejenigen der Warenimporte ohne Wertsachen um 4,7% zulegten. Auch die Baupreise stiegen deutlich (+4,0%), während die Preise für Ausrüstungsgüter erneut abnahmen (-0,3%). Der Deflator für Kon-sumausgaben erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 1,7%.

Produktionsseitig sind die Wachstumsträger des 3. Quartals 2006 im durch die Industrie dominierten Sektor (+0,6%) und im durch öffentliche Dienstleistungen geprägten Sektor (+0,8%) zu finden. Die Wertschöpfung im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste legte im Vergleich zum Vorquartal ebenfalls leicht um 0,3% zu. Während die Wertschöpfung in der Landwirtschaft erneut abnahm (-3,8%), setzte sich die Stagnation im Baugewerbe fort (-0,1%). Ein differenziertes Resultat erzielte der durch Finanzmarkt-dienste dominierte Sektor (-0,1%), welcher das Wachstum der vergangenen Quartale wesentlich prägte. Während die Versicherungen sowie die diversen Dienstleistungen für Unternehmen einen soliden Wertschöpfungszuwachs verzeichnen konnten, mussten die Banken einen Wertschöpfungsrückgang hinnehmen.

Bern, 1. Dezember 2006

Staatssekretariat für Wirtschaft
Kommunikation

* Ohne gegenteilige Anmerkung werden die hier aufgeführten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal aus saison- und preis-bereinigten Reihen berechnet. «Real» steht dabei als Abkürzung für die Formulierung «zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte, Referenzjahr 2000».

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Bruno Parnisari
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