Full-text search

Home Main Navigation

End Main Navigation


Home Content Area

Home Navigator

End Navigator



Preisbekanntgabe: Ein Instrument für mehr Markttransparenz

Berne, 27.04.2007 - Die Konsumenten benötigen transparente Marktinformationen, um sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung entscheiden zu können. Dazu gehört auch der Preis. Damit die Preise klar und unmissverständlich angeschrieben werden, hat das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO die Broschüre «Preisbekanntgabeverordnung - Wegleitung für die Praxis» überarbeitet.

Preistransparenz ist die Grundlage einer funktionierenden Marktwirtschaft. Das SECO, zuständig für die Aufsicht über den Vollzug der Preisbekanntgabeverordnung (PBV), hat deshalb die «Wegleitung für die Praxis» überarbeitet und mit den Neuerungen der letzten Jahre ergänzt:

Angabe des Gesamtpreises für Flug- und andere Reisen, Einschluss des vorgezogenen Entsorgungsbeitrags in den Gesamtpreis für elektrische und elektronische Geräte, Erhöhung der Preistransparenz bei Kreditkartenabrechnungen, Unterstellung der zahnärztlichen Dienstleistungen sowie Verschärfungen der Preisbekanntgabe für 0900-Telefonnummern.

Anlässlich der Präsentation der Wegleitung betonte Jean-Daniel Gerber, Staatssekretär für Wirtschaft und Direktor des SECO, dass die Preisbekanntgabe nicht als Last empfunden werden dürfe, sondern als Instrument zur Förderung des Wettbewerbs. Er hielt die Kantone an, sich noch aktiver um die Durchsetzung der Preisbekanntgabeverordnung zu bemühen. Dies garantiere gleich lange Spiesse für die Unternehmen und die nötige Marktinformation für die Konsumenten. 

Jacqueline Bachmann, Geschäftsführerin Stiftung für Konsumentenschutz SKS, hob hervor, dass die Lücken in der PBV und deren Anwendung in der Praxis sowie die Probleme beim Vollzug auch mit der neuen Wegleitung immer noch die gleichen seien. Sie forderte die Anbieter von Waren und Dienstleistungen auf, mehr Verantwortung für eine transparente Preisbekanntgabe wahrzunehmen. Zudem forderte die Konsumentenschützerin eine konsequentere Marktüberwachung.

Jacques Folly, Direktor des Genfer Handelsinspektorats, bekräftigte seinen Willen, sich weiterhin aktiv für den Vollzug einer korrekten Preisanschrift einsetzen zu wollen. Die Grosszahl der Unternehmen, so der Direktor, halte sich an die geltenden Vorgaben. Jene aber, die Preise missverständlich anschreiben würden, müssten stärker zur Rechenschaft gezogen werden. Nur so könnten die Interessen der Konsumenten und der fair handelnden Unternehmen gewahrt werden. Die Aufklärungsarbeit und die Präventionsmassnahmen der Kantone würden auch dazu beitragen.

Max Buholzer, Geschäftsführer, Schweizer Detaillistenverband (sdv), betonte, dass der Verband die Bemühungen um transparente Preisbekanntgabe im Rahmen der PB-Verordnung unterstütze. Der Vollzug dürfe jedoch für mündige und urteilsfähige Anbieter nicht zur staatlichen Marktüberwachung verkommen. Der Schweizer Detaillistenverband fordere die Zusammenarbeit aller involvierten Institutionen, um die Anbieter für berechtigte Konsumentenanliegen zu sensibilisieren. Der sdv sei überzeugt, dass der Detailfachhandel bereits heute grossmehrheitlich die Preistransparenz fair, verantwortungsvoll und konsumentenfreundlich umsetze.

 

Address for enquiries:

Rita Baldegger, SECO, Kommunikation, Tel. +41 (31) 323 37 90
Guido Sutter, SECO, Leiter Ressort Recht, Tel. +41 (31) 322 28 14

Publisher:

State Secretariat for Economic Affairs
Internet: http://www.seco.admin.ch


http://www.seco.admin.ch/aktuell/00277/01164/01980/index.html?lang=en