Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

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Medizinische Untersuchung und Beratung bei Nachtarbeit

Arbeitnehmende mit 25 und mehr Nachteinsätzen pro Jahr haben Anspruch auf eine medizinische Untersuchung und Beratung

Anspruch auf medizinische Untersuchung und Beratung bei Nachtarbeit

Arbeitnehmende mit 25 und mehr Nachteinsätzen pro Jahr haben Anspruch auf eine medizinische Untersuchung und Beratung. Dieser Anspruch kann alle zwei Jahre, ab 45 Jahren jährlich geltend gemacht werden.

Der Entscheid über Eignung, bedingte Eignung oder Nichteignung unterliegt dem Arztgeheimnis und darf dem Arbeitgeber nur mit dem Einverständnis des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin mitgeteilt werden.

Nach Art. 17d des Arbeitsgesetzes hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, der aus gesundheitlichen Gründen zur Nachtarbeit untauglich erklärt wird, nach Möglichkeit zu einer ähnlichen Tagesarbeit zu versetzen, zu der er tauglich ist.

Zur Untersuchung gehört auch eine individuelle Beratung, welche unter anderem die folgenden Aspekte ansprechen soll:
  • Erhöhte Gesundheitsrisiken durch Nachtarbeit
  • Bedeutung von Erholungs- und Ruhezeit
  • Problematik der kumulativen Belastungsfaktoren (Nebenbeschäftigung, soziale Verpflichtungen, Betreuungsaufgaben).
Die Kosten der Untersuchung gehen zu Lasten des Arbeitgebers, sofern sie nicht von einer Versicherung übernommen werden.

Obligatorische medizinische Untersuchung und Beratung bei Nachtarbeit

Erwachsene, welche mit besonderen Belastungen und Gefahren verbundene Nachtarbeit leisten sollen, dürfen Nachtarbeit nur verrichten, wenn aufgrund einer medizinischen Untersuchung und Beratung feststeht, dass sie für den geplanten Einsatz geeignet sind.

Für Jugendliche (bis zum Alter von 18 Jahren), die dauernd oder regelmässig in der Nacht beschäftigt werden, ist die medizinische Untersuchung und Beratung obligatorisch (vgl. Art. 12 Abs. 3 ArGV 5).

Die obligatorische medizinische Untersuchung und Beratung muss im Sinne einer Eignungsabklärung vor Antritt der vorgesehenen Tätigkeit in Nachtschicht erfolgen und dann alle zwei Jahre wiederholt werden. Verantwortlich für die erstmalige und die weiteren Untersuchungen ist der Betrieb.
* Als besondere Belastungen und Gefahren gelten
  • physikalische Einwirkungen wie gehörschädigender Lärm, starke Erschütterungen, Hitze und Kälte
  • Exposition an Luftschadstoffen mit Werten von > 50 % MAK (= Max. Arbeitsplatzkonzentrationswerte gesundheitsgefährdender Stoffe)
  • weitere ausserordentliche physische, psychische und mentale Belastungen
  • Arbeitsplätze, wo allein gearbeitet wird
  • verlängerte Dauer der Nachtarbeit und Nachtarbeit ohne Wechsel mit Tagesarbeit
Ob die für Nachtarbeit vorgesehenen Arbeitsplätze mit solchen besonderen Belastungen und Gefahren verbunden sind, ist im Rahmen der Gefährdungsermittlung und Risikobeurteilung gemäss EKAS-Richtlinie Nr. 6508 zu ermitteln (siehe Links).

Für die Untersuchung ist ein Arzt zu beauftragen, der sich mit dem Arbeitsprozess, den Arbeitsverhältnissen und den arbeitsmedizinischen Grundlagen vertraut gemacht hat.
 
Der Entscheid «geeignet», «vorübergehend nicht geeignet», «bedingt geeignet», «nicht geeignet» ist mit dem vorgegebenen Formular dem Arbeitgeber und in Kopie dem betroffenen Arbeitnehmer/der betroffenen Arbeitnehmerin mitzuteilen.
Nach Art. 17d des Arbeitsgesetzes hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, der aus gesundheitlichen Gründen zur Nachtarbeit untauglich erklärt wird, nach Möglichkeit zu einer ähnlichen Tagesarbeit zu versetzen, zu der er tauglich ist.

Der untersuchende Arzt kann die Zulassung zur Nachtarbeit von gesundheitserhaltenden Massnahmen am Arbeitsplatz abhängig machen.

Zur Untersuchung gehört auch eine individuelle Beratung, welche unter anderem die folgenden Aspekte ansprechen soll:

  • Erhöhte Gesundheitsrisiken durch Nachtarbeit
  • Bedeutung von Erholungs- und Ruhezeit
  • Problematik der kumulativen Belastungsfaktoren (Nebenbeschäftigung, soziale Verpflichtungen, Betreuungsaufgaben).
Die Kosten der Untersuchung gehen zu Lasten des Arbeitgebers, sofern sie nicht von einer Versicherung übernommen werden.

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