Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

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FAQ

1. Ab welchem Betrag besteht bei einer unselbständigen Erwerbstätigkeit eine Pflicht zur Leistung von AHV/IV/EO- und ALV-Beiträgen?

Es ist zwischen der Anstellung in und ausserhalb von Privathaushalten sowie bei Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie an Schulen im künstlerischen Bereich zu unterscheiden.

Bei Anstellung in Privathaushalten sowie bei Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie an Schulen im künstlerischen Bereich sind die Löhne ab dem ersten Lohnfranken zwingend abzurechnen. Bei Anstellung ausserhalb von Privathaushalten besteht bis zu Löhnen von Fr. 2'300.- eine Abrechnungspflicht nur, wenn der Arbeitnehmer eine Abrechnung wünscht. Bei Löhnen ab Fr. 2'300.- besteht eine zwingende Abrechnungspflicht.

2. Warum müssen bei Arbeitsverhältnissen in Privathaushalten sowie bei Anstellungen bei Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovisionsproduzenten, Radio und Fernsehen sowie an Schulen im künstlerischen Bereich auch auf ganz kleinen Löhnen Beiträge an die Sozialversicherungen bezahlt werden?

Weil andernfalls Arbeitnehmende, die ausschliesslich minimen Tätigkeiten nachgehen, welche in ihrer Gesamtheit aber praktisch einer vollen Erwerbstätigkeit gleichkommen, durch das schweizerische Sozialversicherungssystem nicht geschützt wären.

3. Meine Haushaltshilfe hat noch keinen AHV-Ausweis. Wo kann ich diesen bestellen?

Der AHV-Ausweis kann bei der zuständigen Ausgleichskasse bestellt werden.

4. Muss ich die Quellensteuer beim vereinfachten Abrechnungsverfahren auch für einen Schweizer Arbeitnehmer entrichten?

Ja, die Quellensteuerpflicht besteht für alle Personen, deren Lohn im vereinfachten Abrechnungsverfahren abgerechnet wird, also unabhängig davon, ob ein Schweizer oder ein ausländischer Arbeitnehmer angestellt wird. Der Arbeitgeber erhält nach Vornahme der Abrechnung gegenüber der Ausgleichskasse eine Bescheinigung über die abgelieferte Steuer, welche er dem Arbeitnehmer weiterleitet.

5. Muss eine Putzhilfe, die bei mehreren Arbeitgebenden arbeitet, von jedem Arbeitgeber separat unfallversichert werden?

Jeder Arbeitgeber muss seine Arbeitnehmenden obligatorisch gegen Unfall versichern. Da im Versicherungsfall die gesamte Lohnsumme versichert ist, muss jeder Arbeitgeber für den jeweiligen Teil der Gesamtlohnsumme eine UVG-Versicherung abschliessen.

6. Meine Haushaltsangestellte arbeitet durchschnittlich 8 Stunden und mehr pro Woche. Muss ich eine Nichtberufsunfallversicherung für sie abschliessen oder reicht es, wenn meine Haushaltsangestellte über eine Unfalldeckung in ihrer Grundversicherung der Krankenkasse verfügt?

Arbeitnehmende, deren wöchentliche Arbeitszeit bei einem Arbeitgeber mindestens acht Stunden beträgt, sind auch gegen Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert.

Die Leistungen der Krankenkasse bei einer Grundversicherung mit Unfalldeckung erfassen im Wesentlichen Heilungs- und Behandlungskosten. Die Versicherungsleistungen der obligatorischen Unfallversicherungen gehen deutlich weiter (keine Franchise, kein Selbstbehalt, Taggelder und Renten, sowie Integritäts- und Hilflosenentschädigungen) als diejenigen der Krankenkasse.

Die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nichtberufsunfälle gehen zu Lasten des Arbeitnehmers; abweichende Abreden zugunsten des Arbeitnehmers bleiben vorbehalten. Der Arbeitgeber schuldet den gesamten Prämienbetrag. Er zieht den Betrag vom Lohn des Arbeitnehmers ab.

7. Ich stellte bei der zuständigen Ausgleichskasse den Antrag als Selbständigerwerbender. Ich wurde jedoch nicht als Selbständigerwerbender anerkannt. Wer muss nun die Sozialversicherungsbeiträge bezahlen? Der «Kunde» oder ich?

Wer von der Ausgleichskasse nicht als Selbständigerwerbender anerkannt wird, gilt als Arbeitnehmer. Der «Auftraggeber» gilt in diesem Fall als Arbeitgeber und muss den Arbeitnehmer bei der Ausgleichskasse anmelden und seinen Lohn abrechnen. Die Sozialversicherungsbeiträge sind vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer je hälftig zu tragen.

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