Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
Die OECD vereint 34 Mitgliedstaaten in einem Umfeld, das ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Wirtschafts-, Finanz-, Bildungs-, Wissenschafts-, Sozial-, Umwelt- und Entwicklungspolitik zu diskutieren, zu überarbeiten und zu verbessern. Im Umfeld der Globalisierung tauschen die Regierungen Erfahrungen aus und bemühen sich, für ähnlich gelagerte Problemstellungen gemeinsame Lösungen zu finden. Grosses Gewicht wird dabei der besseren Koordination und Kohärenz von nationaler und internationaler Wirtschaftspolitik beigemessen.

Château de la Muette, Sitz der OECD, © OECD
Was ist die OECD?
- Gründung 1961
- Sitz in Paris
- 34 Mitgliedsländer
- 328 Millionen Euro Jahresbudget
- 2 500 Sekretariatsmitarbeitende
- 250 Publikationen pro Jahr

Mitgliedsstaaten der OECD, © OECD
- 72% des weltweiten Bruttonationaleinkommens (BNE)
- 61% des Welthandels
- 18% der Weltbevölkerung
- 95% der weltweiten öffentlichen Entwicklungshilfe
- 46% der weltweiten CO2-Emissionen
Wofür steht die OECD?
Die OECD unterstützt ihre Mitgliedsländer in ihren Bestrebungen
- ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern
- neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen
- den Lebensstandard zu verbessern
- Finanzstabilität zu gewährleisten
- in anderen Ländern zu einem Wirtschaftswachstum beizutragen
- das Wachstum des Welthandels zu fördern
Wie arbeitet die OECD?
Die Regierungen der Mitgliedsländer treffen sich regelmässig in Ausschüssen, um
- ihre Erfahrungen auszutauschen («Peer Reviews»)
- Antworten auf gemeinsame Probleme zu finden
- gute Praktiken (Good Practices) zu identifizieren
- internationale Standards zu erarbeiten
- ihre nationale und internationale Politik aufeinander abzustimmen
Das OECD-Sekretariat erstellt Statistiken, Analysen und legt wirtschaftliche und soziale Prognosen vor.
Was bedeutet die OECD für die Schweiz?
- Sie stellt eine internationale Plattform für die Verteidigung der Interessen der Schweiz dar
- Sie bietet der Schweiz die Möglichkeit, an der Erarbeitung internationaler Standards mitzuwirken
- Sie fördert Lernprozesse durch Peers («Peer Learning»)
- Sie liefert Argumente für notwendige, aber politisch schwierig durchführbare Strukturreformen
- Bereiche von besonderem Interesse: Investitionen, Wettbewerb, Steuerfragen, Entwicklung, Gesundheit und Innovation
Wie sieht die Zukunft der OECD aus?
- Feststellung: Es besteht die Gefahr eines Verlusts an Einflussnahme und wirtschaftlicher Bedeutung angesichts neuer Akteure
- Ziel: Die OECD als Drehscheibe der Globalisierung
- Eine Beitrittskandidatur: Russland
- Verstärkte Zusammenarbeit mit den «Global Players» von morgen: Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika