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Frankenstärke: Grosse Herausforderung für die Wirtschaft

Die Schweizer Wirtschaft steht nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses vor grossen Herausforderungen. Doch auch die Politik ist gefordert: Notwendig ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Entlastung der Unternehmen zur Stärkung des Standorts und Sicherung der Arbeitsplätze. Ein Konjunkturprogramm ist für den Bundesrat hingegen zurzeit kein Thema. Dies hielt er auch am 15. April 2015 im Rahmen einer Aussprache fest.

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Der Mindestkurs der SNB war ein wichtiges und gutes, aber stets befristetes Instrument, das den Schweizer Unternehmen Planungssicherheit gab. Der Bundesrat hat Vertrauen in die Nationalbank, dass sie die Preisstabilität gewährleistet und dabei die konjunkturelle Entwicklung berücksichtigt.
 
Der Bundesrat nahm am 21. Januar 2015 eine erste Lageanalyse vor und beauftragte das WBF, gemeinsam mit dem EFD regelmässig Bericht zu erstatten..
 
Ende Januar rief Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann zudem einen ersten Runden Tisch mit den Sozialpartnern ein. An einem weiteren Treffen Ende Februar mit den Spitzen von Arbeitgeberverband, Gewerbeverband, Gewerkschaftsbund, Economiesuisse und Travail Suisse wurde eine gemeinsame Stossrichtung zur Sicherung der Arbeitsplätze erarbeitet. Am Runden Tisch mit der Wirtschaft am 19. Februar wurde eine Liste mit zehn vordringlichen Handlungsfeldern diskutiert, so zum Beispiel die Stärkung der Sozialpartnerschaft und des flexiblen Arbeitsmarkt, die administrative Entlastung sowie verbesserte Marktzugang dank Bilateralen und neuen Freihandelsabkommen.
 
Seit dem 27. Januar können Unternehmen zudem aufgrund der Aufwertung des Frankens Kurzarbeit beantragen. Damit steht den Unternehmen in zusätzliches Instrument zur Sicherung der Arbeitsplätze zur Verfügung.
 
Am 19. März 2015 publizierte die Expertengruppe des Bundes ihre Frühlingsprognosen:  Die Hauptresultate:
 
Aus heutiger Sicht dürfte es in der Schweiz zu einer temporären Konjunkturdelle kommen. Ein schwerwiegender Abschwung - mit deutlich rückläufiger Wirtschaftstätigkeit und stark steigender Arbeitslosigkeit - ist im aktuellen Umfeld nicht absehbar. Für die Jahre 2015 und 2016 wird demzufolge ein BIP-Wachstum von +0,9% bzw. +1,8% mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote erwartet. Obwohl die allgemeine Konjunkturabkühlung moderat ausfällt, sind gewisse Branchen oder einzelne Unternehmen momentan mit grossen Schwierigkeiten hinsichtlich der preislichen Konkurrenzfähigkeit konfrontiert.


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