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Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Arbeit und Beschäftigung

Das SECO führt Projekte zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Bereich der Förderung der grundlegenden Arbeitsnormen durch.

Die dreigliedrige Schweizer Arbeitsdelegation nach Vietnam im Februar 2026

Unternehmen, die in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig sind, stehen vor einer Herausforderung: Sie müssen ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeitenden verbessern – was nicht zwangsläufig ein Widerspruch sein muss. Die Zusammenarbeit zwischen dem SECO und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zeigt, dass faire Arbeitsbedingungen mit einem Anstieg der Einkommen einhergehen.

Das SECO unterstützt vier Projekte der ILO

  • Better Work
  • Productivity Ecosystems for Decent Work
  • Inclusive and Productive Employment in Moldova
  • Productivity Ecosystems for Decent Work in Ukraine (ist Teil des Competitiveness for Recovery Ukraine Programmes)

Diese Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Armutsbekämpfung in den betreffenden Ländern. Das SECO und die IAO unterstützen aktiv das Engagement und die Einbindung lokaler Partnerorganisationen sowie international tätiger Unternehmen. Die Projekte stärken die Umsetzung der grundlegenden Arbeitsnormen in Unternehmen, Branchen und auf nationaler Ebene. Die Schweiz und die IAO verfügen über ein bilaterales Abkommen über Entwicklungszusammenarbeit, das seit April 2021 in Kraft ist. Dieses Abkommen legt die strategischen Prioritäten der Schweiz für gemeinsame Aktivitäten im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit fest und zielt darauf ab, eine kohärente Politik der Schweiz gegenüber der IAO und ihren Programmen zu gewährleisten. Die Schweiz unterstützt die IAO insbesondere bei der Förderung nachhaltiger Unternehmen und der Produktivität, bei der Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze sowie im Bereich der Arbeitsmigration.

1. Better Work

Im Jahr 2009 wurde das Projekt Better Work von der IAO und der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) ins Leben gerufen.

Dieses Projekt unterstützt Exportunternehmen der Bekleidungs- und Textilbranche dabei, die nationalen und internationalen Arbeitsgesetze einzuhalten. Auf diese Weise verbessert das Projekt die Lebensbedingungen von Tausenden von Arbeitnehmenden. Better Work ermöglicht es den Unternehmen zudem durch einen partizipativen Ansatz im Welthandel aktiv zu sein und die Anforderungen auf Seite der Käufer zu erfüllen.

2. Productivity Ecosystems for Decent Work

Die Schaffung eines positiven Kreislaufs zwischen Produktivität und menschenwürdiger Arbeit ist notwendig, damit Wirtschaftswachstum zu einer Verringerung der Armut und zu einer Verbesserung des Lebensstandards führt. Productivity Ecosystems for Decent Work hat sich zum Ziel gesetzt, diesen positiven Kreislauf zu schaffen und zu stärken. Das Programm geht Defizite in Produktivität und menschenwürdiger Arbeits auf politischer, sektoraler und unternehmerischer Ebene an, um für alle Beteiligten vorteilhafte Lösungen zu finden, die die Produktivität steigern und durch den sozialen Dialog eine gerechte Verteilung der Gewinne gewährleisten. Zu diesem Zweck wählt das Programm einen Sektor mit grossem Potenzial für Wachstum und die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze aus. Das Programm zielt darauf ab, einen nachhaltigen Wandel zu bewirken, indem es die Ursachen der geringen Produktivität angeht, insbesondere durch die Bekämpfung der Informalität, und die Kapazitäten der lokalen Akteure stärkt.

3. Inclusive and Productive Employment in Moldova

Die dreigliedrige Schweizer Delegation in Moldawien im März 2026

Das Projekt zielt darauf ab, den Übergang Moldaus zu einem inklusiveren, produktiveren und formelleren Arbeitsmarkt zu unterstützen, der den internationalen Arbeitsnormen und den entsprechenden europäischen Standards entspricht.

Aufbauend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen aus Phase I (2022–2025) konsolidiert und erweitert die zweite Phase die erfolgreichen Massnahmen, darunter die Reform der Beschäftigungspolitik, die Formalisierung von Unternehmen, die Verbesserung der Produktivität in KMU und die Stärkung des sozialen Dialogs. Das Projekt unterstützt direkt die Umsetzung des Decent Work Country Programme (DWCP) 2025–2027 der IAO, den EU-Beitrittsprozess Moldaus und die nationalen Entwicklungsprioritäten.

4. Productivity Ecosystems for Decent Work in Ukraine

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) setzt einen Teil des umfassenderen Programms Competitiveness for Recovery Ukraine um, mit dem Ziel, eine spezifische Arbeitsmarktperspektive einzubeziehen. Dieser Teil zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen und die Steuerung des Arbeitsmarktes zu stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, indem Ungleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt beseitigt, die Mobilität der Arbeitskräfte verbessert und die Qualität der Beschäftigung in bestimmten Sektoren gestärkt werden.

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Kontakt

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Internationale Arbeitsfragen
Holzikofenweg 36
CH - 3003 Bern