Ziele und Herausforderungen der Aussenwirtschaftspolitik
Die Aussenwirtschaftspolitik zielt auf den Erhalt und die Steigerung des Wohlstandes der Bevölkerung in der Schweiz. In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Schweiz dank einer Politik der internationalen Offenheit von der Einbindung in die Weltwirtschaft profitieren.

Einführung
Die Schweiz ist als mittelgrosse und ressourcenarme Volkswirtschaft auf den hindernisfreien Zugang zu ausländischen Märkten angewiesen. Mit seiner Aussenwirtschaftspolitik schafft der Bund die Rahmenbedingungen und Instrumente, damit die Aussenwirtschaft weiterhin einen wichtigen Beitrag zum schweizerischen Lebensstandard leisten kann.
Der internationale Handel ermöglicht die Aufteilung von Produktionsprozessen, was zu einer effizienten und kostengünstigen Produktion führt. Die Schweizer Wirtschaft kann sich so spezialisieren, was die Wertschöpfung erhöht und die Einkommen steigert. Konsumentinnen und Konsumenten erhalten Zugang zu einer breiteren Produktauswahl und günstigeren Preisen.
Beim Zugang zu ausländischen Märkten geht es nicht nur um zusätzliche Absatzmärkte. Unternehmen in der Schweiz sind angesichts des hohen Kostenniveaus auf die reibungslose Beschaffung preiswerter und passender Vorleistungen im Ausland angewiesen, um sich auf wertschöpfungsintensive Aktivitäten zu fokussieren.
Bedeutung
Die Schweiz verzeichnet eines der weltweit höchsten Einkommen bzw. BIP pro Kopf (rund 85'000 CHF in 2019). Entscheidend für diesen hohen Wohlstand ist der Zugang für Unternehmen und Investoren zu internationalen Märkten sowie die Einbindung dieser Akteure in internationale Wertschöpfungsketten via Spezialisierung.
Ausländische Märkte sind sowohl wichtige Absatzmärkte für Produkte aus der Schweiz als auch zentrale Beschaffungsmärkte für die am besten passenden Vorleistungen. Die Importkonkurrenz intensiviert den Wettbewerb, was die Innovationskraft und Produktivität steigert.
Offene Märkte generieren nicht nur Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze, sondern kommen auch den Konsumentinnen und Konsumenten durch eine grössere Produktevielfalt und tieferen Preisen zugute. Sieben von zehn Beschäftigten in der Schweiz arbeiten in Unternehmen, die im internationalen Warenhandel tätig sind. Offene Märkte sind insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutend. Sie stellen 99 % der Unternehmen in der Schweiz dar und beschäftigten 2018 rund zwei Drittel aller Arbeitnehmenden in der Schweiz.
Grenzüberschreitende Wirtschaftsbeziehungen führen auch im Ausland zu höherem Wohlstand. So konnten Entwicklungs- und Schwellenländer in den vergangenen Jahrzehnten von der Integration in den Welthandel profitieren.
Der Handel und die Globalisierung können zu einem verstärkten Strukturwandel führen. In der Schweiz leisten verschiedene Politikbereiche – wie bspw. die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, oder die Regional- sowie Steuerpolitik – einen entscheidenden Beitrag zur Abfederung des Strukturwandels und zur Berücksichtigung der Verteilungseffekte.
Ziele
Für den Erhalt und die Steigerung des Wohlstandes der Bevölkerung in der Schweiz verfolgt die Aussenwirtschaftspolitik drei strategische Ziele.
Herausforderungen
Das internationale Umfeld setzt den Rahmen für die Aussenwirtschaftspolitik der Schweiz. Folgende grossen Tendenzen sind für die Positionierung und Ausrichtung der Strategie ausschlaggebend.
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis
Relevante Themen

Strategie zur Aussenwirtschaftspolitik
Die Aussenwirtschaftsstrategie legt die mittel- bis langfristige Stossrichtung der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik fest.

Berichte zur Aussenwirtschaftspolitik
Der Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik gibt eine Übersicht über wichtige Fragen der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik und ordnet diese in die Strategie ein.
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