Prioritäten des Bundes

Mitgestalten der CSR-Rahmenbedingungen

Durch die Globalisierung hat die internationale Verflechtung der Wirtschaftsbeziehungen stark zugenommen. Produkte und Dienstleistungen werden oft im Rahmen von vielgliedrigen Wertschöpfungsketten in verschiedenen Ländern hergestellt. Dabei unterliegen sie unterschiedlichen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Standards. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass sich die Unternehmen auf international anerkannte Leitlinien stützen können.

Als aktives Mitglied in internationalen Organisationen (z.B. OECD, UNO, IAO) setzt sich die Schweiz für die Erarbeitung und Aktualisierung von wirksamen und transparenten CSR-Standards ein. Sie wirkt dabei auf deren Kohärenz, Verhältnismässigkeit und Harmonisierung hin.

Sensibilisierung und Unterstützung der Schweizer Unternehmen

Die Umsetzung der CSR stellt Unternehmen, insbesondere KMU, im In- und Ausland vor Herausforderungen. Einerseits müssen sich die Unternehmen in einer Vielzahl von CSR-Instrumenten zurechtfinden, andererseits setzt deren Anwendung Informationen, Lernprozesse und einen Kulturwandel voraus. Der Bund unterstützt die Unternehmen bei der Wahrnehmung der CSR u.a. durch Information, Initiieren und Unterstützen von Dialogforen oder mit der Förderung von öffentlich-privaten Partnerschaften. Im Sinne einer Vorbildfunktion integriert der Bund verantwortungsvolles unternehmerisches Verhalten in seine eigenen relevanten Tätigkeiten.

Fördern der CSR in Entwicklungs- und Transitionsländern

Die voranschreitende Globalisierung und weltweite Arbeitsteilung erfasst auch Entwicklungs- und Transitionsländer. Deren Einbezug in die Weltwirtschaft zusammen mit der zunehmenden Nachfrage nach Produkten, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette umwelt- und sozialverträglich hergestellt werden, bieten Anreize zu vermehrten nachhaltigen Produktionsweisen.

Die internationale Zusammenarbeit des Bundes unterstützt diese Länder und deren Unternehmen bei ihren Bemühungen zu einer nachhaltigen, entwicklungsfördernden, umweltschonenden und sozialverträglichen Integration in internationale Märkte.

Der Bund pflegt mit den Regierungen dieser Länder den Dialog über CSR-relevante Themen und unterstützt Projekte zur Verbesserung der guten Regierungsführung (z.B. im Bereich der öffentlichen Finanzen und der Steuerverwaltung oder bei den Arbeitsbeziehungen). Die Unternehmen in diesen Staaten unterstützt er u.a. bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Ressourceneffizienz, der Beachtung der Menschenrechte, der guten Unternehmensführung sowie der Vermeidung von Korruption. Der Bund fördert wirtschaftliche Tätigkeiten, die eine hohe Entwicklungsrelevanz haben, insbesondere durch Partnerschaften zwischen öffentlichen und privaten Akteuren und durch die Unterstützung von Geschäftsmodellen, die arme Bevölkerungsschichten einbeziehen, sei es als Produzenten oder als Konsumenten.

Fördern der Transparenz

Transparenz erhöht die Glaubwürdigkeit der CSR-Massnahmen, fördert die Verbreitung von guten Praktiken und unterstützt den Dialog von Unternehmen mit Anspruchsgruppen. Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen ermöglichen den Aktionären, Kunden, Investoren, Arbeitnehmern, Nichtregierungsorganisationen und anderen Anspruchsgruppen, das Wirken von Unternehmen in den verschiedenen CSR-Themen zu beurteilen. Der Bund setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Förderung, Harmonisierung und Verhältnismässigkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung und entsprechender Instrumente ein.

Letzte Änderung 30.03.2017

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