Corona-Massnahmen

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Die Covid-19-Pandemie hat den Schweizer Tourismus rasch und hart getroffen. Für das Jahr 2020 resultierte ein historischer Einbruch der Nachfrage im Schweizer Tourismus und auch im Jahr 2021 waren die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Tourismuswirtschaft schwerwiegend. Reiserestriktionen, sanitäre Massnahmen und Schutzkonzepte bis hin zu Betriebsschliessungen haben dem Schweizer Tourismus zugesetzt resp. setzen ihm nach wir vor zu.

Der Bundesrat hat ein umfassendes Massnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beschlossen. Im Vordergrund stehen Kurzarbeitsentschädigung, Corona-Erwerbsersatz, Covid-Kredite, Härtefallprogramm und Schutzschirm für Publikumsanlässe. Diese Massnahmen sind auch für die Tourismusbranche relevant. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Tourismusspezifische Corona-Massnahmen:

Zusätzlich zu den allgemeinen Stützungsmassnahmen werden im Rahmen der bestehenden Förderinstrumente der Tourismuspolitik des Bundes zusätzliche Massnahmen umgesetzt.

Schweiz Tourismus (ST)

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Schweiz Tourismus (ST) setzte in den Jahren 2020 und 2021 einen Recovery Plan um. Hierfür standen ST zusätzliche Bundesmittel im Umfang von 40 Mio. Franken zur Verfügung, wobei die Hälfte der Mittel für die finanzielle Entlastung der Tourismuspartner von ST eingesetzt wurde. Aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen stand im Jahr 2020 die Bearbeitung des Heimmarktes im Vordergrund. 2021 lag der Fokus auf der Rückgewinnung der ausländischen Gäste, vor allem aus Europa.

Mit dem am 1. September 2021 vom Bundesrat beschlossenen Recovery Programm für den Schweizer Tourismus wird ST den Recovery Plan 2020–2021 in den Jahren 2022 und 2023 fortsetzen. Hierfür stehen ST zusätzliche Bundesmittel im Umfang von 30 Mio. Franken zur Verfügung, wobei die Hälfte der Mittel für die finanzielle Entlastung der Tourismuspartner von ST eingesetzt wird.

Alle aktuellen Informationen zum Thema Coronavirus finden Sie auf der Homepage von Schweiz Tourismus.


Neue Regionalpolitik (NRP)

Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) hat der Bund den Kantonen bereits im Frühling 2020 erlaubt, um die Liquidität der Darlehensnehmer während der Covid-19-Pandemie zu stärken, bei Bedarf die Amortisationen von Investitionshilfegesetz- und NRP-Darlehen in einem erleichterten Verfahren zu stunden und die Laufzeit der Darlehen entsprechend zu verlängern. Dadurch konnte kurzfristig insbesondere auch der Bergbahnsektor unterstützt werden, da in diesem Bereich besonders viele Darlehen vergeben werden. Die Möglichkeit, die Amortisation zu stunden, wurde auch 2021 weitergeführt.

Im Rahmen des Recovery Programms für den Schweizer Tourismus, kann der Bund den Kantonen über eine Ergänzung der Programmvereinbarungen 10 Mio. Franken zusätzlich aus dem Fonds für Regionalentwicklung ohne ergänzende Auflagen zur Verfügung stellen. Somit wird der NRP-Projektförderung in der laufenden Programmperiode 2020–2023 rasch einen zusätzlichen Schub verliehen.

Alle Informationen diesbezüglich finden Sie hier.


Innotour

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Ebenfalls im Rahmen des Recovery Programms für den Schweizer Tourismus soll die Förderung von innovativen Projekten im Tourismus mittels Innotour befristet für den Zeitraum 2023–2026 ausgeweitet werden. Im Rahmen von Innotour soll der Beitrag des Bundes an innovative Projekte von aktuell maximal 50 Prozent auf neu maximal 70 Prozent erhöht werden, womit die von den Projektträgern zu tragenden Kosten für Innovationen im Tourismus sinken werden. Die Umsetzung der Massnahme bedingt eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen sowie eine befristete Aufstockung der Innotour-Mittel um insgesamt 20 Mio. Franken für den Zeitraum 2023–2026.

Die Vernehmlassungsunterlagen zur Gesetzesänderung finden Sie hier (die Vernehmlassung endet am 24. März 2022).


Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH)

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Die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) bot ihren Kunden seit dem Frühjahr 2020 bis September 2021 eine vereinfachte Sistierung der Amortisationen auf ihren Darlehen an. Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen hat die SGH im Jahr 2020 ihren Kunden zudem Darlehen für die rückwirkende Finanzierung von aus dem Cash-Flow getätigten Investitionen in den Jahren 2018 und 2019 angeboten. Die SGH wird bei Bedarf auch weiterhin gerne individuell im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen Gesuche prüfen und nach pragmatischen Lösungen suchen.

Letzte Änderung 01.02.2022

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