Unterzeichnung des Freihandelsabkommens EFTA-Peru

Bern, 15.07.2010 - Der peruanische Aussenhandels- und Tourismusminister Martin Perez Monteverde hat gestern, am 14. Juli 2010 in Lima, in Anwesenheit des Staatssekretärs für Wirtschaft, Jean-Daniel Gerber, das Freihandelsabkommen EFTA-Peru unterzeichnet. Das Abkommen war zuvor am 24. Juni 2010 in Reykjavik (Island) anlässlich des EFTA-Ministertreffens von Bundespräsidentin Doris Leuthard und den zuständigen Ministern der andere EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen) unterzeichnet worden.

Das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Peru umfasst den Handel mit Industrieprodukten (einschliesslich Fisch) und mit verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten sowie die Investitionen, den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum, das öffentliche Beschaffungswesen, den Wettbewerb und die technische Zusammenarbeit. Das Abkommen sieht darüber hinaus vor, spätestens ein Jahr nach seinem Inkrafttreten Verhandlungen über den Dienstleistungshandel aufzunehmen. Der Handel mit unverarbeiteten Landwirtschaftsprodukten wird in individuellen bilateralen Abkommen zwischen den EFTA-Staaten und Peru geregelt.

Peru verfügt über ein erhebliches Wachstumspotenzial, das die Schweizer Wirtschaftsakteure dank dem gestern unterzeichneten Abkommen vermehrt werden nutzen können. Die Schweizer Exporte nach Peru beliefen sich im Jahr 2009 auf rund 95 Millionen Franken (hauptsächlich Chemikalien und pharmazeutische Produkte, Maschinen und Elektroapparate, optische und medizinische Geräte sowie Uhren) und die Einfuhren auf etwa 41 Millionen Franken (Landwirtschaftsprodukte wie Kaffee, Bananen, Gemüse und Gemüsezubereitungen, Metalle, Maschinen und Textilien). Die Schweizer Direktinvestitionen in Peru betragen etwa 440 Millionen Franken. Sie entfallen insbesondere auf den Handelssektor, die Bauwirtschaft, die Nahrungsmittel-, die Chemie- und die Bergbauindustrie sowie auf unternehmensbezogene Dienstleistungen wie Verkehr, Logistik und Immobilien.

Die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens EFTA-Peru war ursprünglich - wie jene, die damals mit der Ukraine stattfand - für den 24. Juni 2010 in Reykjavik vorgesehen. Wegen eines technischen Problems ihres Flugzeuge konnte sich die peruanische Delegation allerdings nicht nach Island begeben. Die EFTA-Staaten sind darauf mit den peruanischen Behörden überein gekommen, das Abkommen in Reykjavik zu unterzeichnen, während Peru dies zu einem späteren Zeitpunkt tun würde.

Der Abschluss von Freihandelsabkommen mit Handelspartnern ausserhalb der EU stellt - neben der Mitgliedschaft in der WTO und den bilateralen Abkommen mit der EU - einen der drei Hauptpfeiler der Schweizer Aussenwirtschaftspolitik dar, die auf die Marktöffnung und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die internationalen Wirtschaftsbeziehungen ausgerichtet ist.


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Letzte Änderung 14.09.2020

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