Tiefzinsumfeld: SECO-Studien beleuchten Ursachen und Auswirkungen

Bern, 01.07.2021 - Die Zinsen befinden sich in der Schweiz, aber auch weltweit auf einem sehr tiefen Niveau, auch im historischen Vergleich. Dies zeigen sechs Studien im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), die am 30. Juni 2021 in Bern vorgestellt wurden. Sie beleuchten die Ursachen und Auswirkungen des aktuellen Tiefzinsumfeldes.

Die Schweiz ist heute keine Zinsinsel mit deutlich tieferen Zinsen mehr: Die Zinsdifferenz der Schweiz gegenüber dem Ausland hat sich deutlich reduziert, insbesondere in einer realen Betrachtung (d. h. abzüglich der Inflation).

Die Schweizer Realzinsen werden massgeblich durch die «globalen» Realzinsen beeinflusst. Der Rückgang der Zinsen dürfte deshalb namentlich auf globale Faktoren wie die Integration Chinas in die Weltwirtschaft, die weltweite demografische Entwicklung oder die sich abschwächende Produktivitätsentwicklung zurückzuführen sein. Die Studien deuten darauf hin, dass auch die demografische Entwicklung im Inland zu den sinkenden Zinsen beigetragen hat.

Betreffend Auswirkungen kommen die Studien zum Schluss, dass die sinkenden Zinsen die Investitionstätigkeit von Unternehmen unterstützt haben dürften. Demgegenüber haben die privaten Haushalte grössere Anschaffungen, wie z. B. Möbel oder grössere Haushaltgeräte, aufgeschoben. Auch auf die öffentliche Hand haben die tiefen Zinsen Auswirkungen: dank tieferen Verschuldungskosten weiteten die Kantone ihre Bauinvestitionen und Investitionen in den Bildungssektor aus, wobei strenge Fiskalregeln kein Hindernis zu sein scheinen.

Die Studien sowie die Zusammenfassungen (auf DE, FR, IT und EN) können auf folgender Internet-Seite abgerufen werden: https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik/wirtschaftspolitik/Wachstumpolitik/tiefzinsumfeld-investitionen.html.


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Letzte Änderung 18.12.2020

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