Arbeiten während Hitzetagen – wappnen Sie sich!

Bern, 20.08.2012 - Je stärker die Temperaturen draussen ansteigen, umso mehr sinkt am Arbeitsplatz die Lust auf Arbeit. Hitzetage können zu Müdigkeit, Herz-Kreislaufstörungen und Konzentrationsschwächen führen. Damit steigt das Unfallrisiko, und parallel zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen sinkt auch die Leistungsfähigkeit. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO zeigt, was dagegen getan werden kann.

Nicht jede/r verträgt Wärme gleich gut und sollte seine Körpersignale beachten und bei ersten Anzeichen wie Unwohlsein, Schwäche oder Schwindel kühlere Bereiche aufsuchen!

Wie sich Arbeitnehmende am besten gegen zu hohe Temperaturen wappnen können und was Arbeitgeber berücksichtigen müssen, erklärt das SECO. Dabei geht es nicht nur darum, die Kleidung bei steigendem Thermometer anzupassen, sondern auch um die Frage, ob Beschäftigte einen Anspruch auf "Hitzefrei", Klimaanlagen und kalte Getränke haben. Konkrete Hilfestellungen bieten drei vom SECO herausgegebene Flyer: „Heisse Tipps für heisse Tage“ , „Arbeiten bei Hitzeperioden in Gebäuden ... Vorsicht!“ sowie „Arbeit bei Hitze im Freien … Vorsicht!“

Der Arbeitgeber ist nach dem Arbeitsgesetz dazu verpflichtet, Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz möglichst zu vermeiden. Beschäftigte haben jedoch keinen direkten Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder 'Hitzefrei'". Das bedeutet auch nicht, dass gleich eine Klimaanlage eingebaut wird, um für Abkühlung zu sorgen. Räume lassen sich über Nacht oder in den frühen Morgenstunden durch Lüftung auskühlen und tagsüber durch Verschattung der Fenster vor Überwärmung schützen. Gegen direkte Sonneneinstrahlung helfen aussen liegende Jalousien oder innen liegende Rollos aus hellem oder stark reflektierendem Material. Auch ein flexiblerer Umgang mit den Arbeitszeiten kann entlasten. Schwere körperliche Arbeit in den heissen Stunden sollte man vermeiden oder verringern und mit kurzen Ruhephasen unterbrechen. Zusätzliche Kurzpausen von ca. zehn Minuten sind ratsam.

Werdende oder stillende Mütter, Frauen an Steharbeitsplätzen, ältere und gesundheitlich gefährdete Beschäftigte - wie chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung oder medikamentöser Behandlung - benötigen besonderen Schutz vor zu hohen Temperaturen am Arbeitsplatz.

Wer viel schwitzt, muss auch ausreichend trinken. Besonders geeignete Getränke sind Trink- und Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, Kräuter- und Früchtetee sowie verdünnte Fruchtsäfte. Normal sind je nach Körpergewicht 1,8 bis 2,5 Liter pro Tag. Bei Sommerhitze im Büro sollte mindestens ein Liter mehr getrunken werden. Schlechte Durstlöscher sind Milch, Energydrinks und "Smoothies". Im Sommer ungern gehört, aber wahr ist: alkoholhaltige Getränke fördern den Wasserverlust und sollten gemieden werden.

Ausführliche Hinweise finden Sie auf der SECO-Internetseite www.seco.admin.ch unter der Rubrik „Arbeit / Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz / Arbeitsräume und Umgebungsfaktoren“. Wer diese Tipps beachtet, kann den Hochsommer entspannter erleben.


Adresse für Rückfragen

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Holzikofenweg 36
CH-3003 Bern
Tel. +41 58 462 56 56
Fax +41 58 462 56 00



Herausgeber

Staatssekretariat für Wirtschaft
http://www.seco.admin.ch

Letzte Änderung 28.12.2016

Zum Seitenanfang

Kontakt

Medienanfragen

Bitte schicken Sie Ihre schriftlichen Medienanfragen an: medien@seco.admin.ch  

Leiterin Kommunikation und Mediensprecherin

Antje Baertschi
Tel. +41 58 463 52 75
Fax +41 58 462 56 00
E-Mail


Stv. Leiter Kommunikation und Mediensprecher

Fabian Maienfisch
Tel. +41 58 462 40 20
Fax +41 58 462 56 00
E-Mail

Mediensprecherin

Isabel Herkommer
Tel. +41 58 465 03 49
Fax +41 58 462 56 00
E-Mail

Kontaktinformationen drucken

News abonnieren

https://www.seco.admin.ch/content/seco/de/home/seco/nsb-news/medienmitteilungen-2012.msg-id-45641.html