Schweizerische Exportrisikoversicherung erzielt Gewinn von 55,4 Millionen Franken

Bern, 03.04.2020 - Der Bundesrat hat am 3. April 2020 den Geschäftsbericht der Schweizerischen Exportrisikoversicherung (SERV) genehmigt. Die SERV erzielte im Jahr 2019, trotz eines merklichen Rückgangs bei den Neugeschäften, einen Unternehmensgewinn von 55,4 Millionen Franken. Die SERV gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exportwirtschaft und trägt zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bei. Künftig wird die SERV zusammen mit Switzerland Global Enterprise (S-GE) ihre KMU-Kunden bei der Identifizierung von Exportchancen bei Grossprojekten im Ausland unterstützen.

Die SERV deckt Risiken beim Export von Gütern und Dienstleistungen. Mit der Ausstellung von 778 Grundsätzlichen Versicherungszusagen (GV) und Versicherungspolicen (VP) erlebte die SERV 2019 einen Rückgang der Nachfrage um 17 Prozent, Grund für den Rückgang ist das sich abschwächende Wachstum der Weltwirtschaft, das sich im letzten Jahr negativ auf den konjunkturellen Verlauf der Schweizer Volks- und Exportwirtschaft ausgewirkt hat.

Das Neuexposure (Neugeschäfte inkl. GV) betrug 3’577 Mio. Franken und sank im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent. Trotz des rückläufigen Neuexposure nahm der Exposurebestand Ende 2019 um 1.1 Prozent leicht auf 8’773,2 Mio. zu. Grund dafür ist das SERV-Deckungsportfolio, das langfristige und grosse Geschäfte enthält. Dies wirkt sich stabilisierend auf die verdienten Prämien aus. Bei den KMU ging deren Anteil am Gesamtkundenstamm leicht zurück, ist aber im langjährigen Durchschnitt mit rund zwei Drittel der insgesamt 310 aktiven Kunden bedeutend. 

Bei den unterstützten Sektoren steht die Stromerzeugung und –verteilung mit einer Zunahme des Engagements von 2'027,7 Mio. Franken im Vorjahr auf neu 2'432,3 Mio. Franken an erster Stelle. Danach folgt der Maschinenbau mit 2'066,6 Mio. vor Schienenfahrzeugen und der Bahntechnologie mit 1'053,3 Mio. Franken.

Die Türkei verzeichnet mit 934,1 Mio. Franken in der Versicherungsdeckung das grösste Deckungsvolumen. Brasilien (837,6 Mio. Franken), Russland (761,8 Mio.) und Bangladesch (529,3 Mio.) folgen hinterher. Mit SERV-Deckungen wollen Kunden primär die von ihren Auftraggebern ausgehenden Zahlungsrisiken reduzieren. 

Mit einem Eigenkapital von nunmehr gut 2,8 Milliarden Franken befindet sich die SERV in einer guten finanziellen Verfassung. Sie kann flexibel reagieren und damit die Exporteure auch in diesen schwierigen Ausnahmezeiten wirkungsvoll begleiten. Weiter wird die SERV zusammen mit Switzerland Global Enterprise (S-GE) ihre KMU-Kunden inskünftig bei der Identifizierung von Exportchancen bei Grossprojekten im Ausland unterstützen.


Die Lösungen der SERV tragen dazu bei, dass Unternehmen einfacher günstige Kredite oder eine höhere Kreditlimite erhalten. Sie helfen ihnen damit, beim Export ihre Liquidität zu wahren. Im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit den aussenpolitischen Grundsätzen des Bundes und seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen prüft die SERV mittels eines bewährten Compliance-Prüfverfahrens Umwelt-, Menschenrechts-, Sozial-, Entwicklungs- und Korruptionsaspekte der zu versichernden Exportgeschäfte. Die meisten Industrienationen bieten ihren Unternehmen über staatliche Exportkreditversicherer (Export Credit Agency, ECA) vergleichbare Sicherheiten an. Die SERV gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exportwirtschaft und trägt zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bei.

                                


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Letzte Änderung 12.02.2020

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