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Future of Investment and Trade (FIT) Partnership

Die Schweiz hat gemeinsam mit Neuseeland, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten die Initiative «Future of Investment and Trade (FIT) Partnership» ins Leben gerufen. Ziel dieser plurilateralen Initiative ist es, kleine und mittelgrosse offene Volkswirtschaften zu vereinen, die sich zu einem offenen und regelbasierten Handelssystem bekennen. Die FIT Partnership wurde am 16. September 2025 mit zunächst 14 Partnerstaaten gegründet und umfasst heute 16 Länder. Sie verfolgt eine zukunftsgerichtete Handelsagenda, fördert den Dialog mit gleichgesinnten Staaten und dient als Plattform, um Lösungsansätze für Herausforderungen im globalen Handel gemeinsam zu erarbeiten.

FITP Logo

Thematische Arbeitsbereiche

Die FIT Partnership entwickelt konkrete Lösungsansätze zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen im Bereich Handel und Investitionen. Der Fokus der Arbeiten liegt derzeit auf vier Themenbereichen: Resilienz von Lieferketten, digitaler Handel, neue Handelstechnologien sowie die Stärkung des regelbasierten Handelssystems. Die Kooperation basiert dabei auf dem Ansatz der «variablen Geometrie», der es den Partnerstaaten ermöglicht, Arbeiten voranzutreiben, ohne dass alle Mitglieder die daraus resultierenden Erklärungen mittragen müssen. Diese institutionelle Ausgestaltung gewährleistet eine flexible und effiziente Zusammenarbeit und erleichtert die zeitnahe Entwicklung neuer Lösungsansätze. Die aus den thematischen Arbeiten resultierenden Ministererklärungen haben keinen rechtlich verbindlichen Charakter.

Multiregionale Partnerschaft

Die FIT Partnership vereint kleine und mittelgrosse, handelsabhängige Volkswirtschaften aus allen Weltregionen, die gemeinsame Werte in Bezug auf offene Märkte sowie ein regelbasiertes internationales Handelssystem teilen. Neben der Schweiz gehören Brunei, Chile, Costa Rica, Island, Liechtenstein, Malaysia, Marokko, Neuseeland, Norwegen, Panama, Paraguay, Ruanda, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate und Uruguay zur Partnerschaft. Diese Zusammensetzung unterstreicht den Anspruch der Initiative, über traditionelle regionale und wirtschaftspolitische Formate hinauszugehen und neue Kooperationsformen zu initiieren.  Für die Schweiz ist die FIT Partnership ein wichtiges Instrument, da sie die Zusammenarbeit mit Ländern stärkt, die ähnliche Interessen und Herausforderungen im globalen Handel teilen, und damit zur Diversifizierung der schweizerischen Handelsbeziehungen beiträgt.

Am Rande der 14. WTO-Ministerkonferenz – März 2026

Am Rande der 14. WTO‑Ministerkonferenz (MC14, 26.–29. März 2026) in Yaoundé, Kamerun, veröffentlichten einige Staaten der FIT Partnership ein Joint Statement zu «Maintaining Open and Resilient Supply Chains», in dem sie ihre Absicht bekräftigten, sich gemeinsam gegen Exportrestriktionen einzusetzen und dafür zu sorgen, dass Landwege, Flughäfen und Seehäfen offenbleiben, damit der internationale Handel ungehindert stattfinden kann. Damit setzten sie ein klares Signal vor dem Hintergrund der Sperrung der Strasse von Hormus und deren potenziellen Auswirkungen auf globale Lieferketten.

Darüber hinaus verabschiedeten mehrere Länder der FIT Partnership am 16. März 2026 im Vorfeld der MC14 eine Ministererklärung zu «Strengthening the Rules-Based Trading System». Ziel dieser Erklärung ist es, ein deutliches Zeichen zur Unterstützung des multilateralen Handelssystems und einer wirksamen WTO‑Reform zu senden. Die Erklärung bekräftigt zudem, im Rahmen der FIT Partnership eine längerfristige Agenda zur Stärkung des regelbasierten Handels und der WTO weiterzuverfolgen.

Erstes Ministertreffen der FIT Partnership – November 2025

Am 18. November 2025 trafen sich die Staaten der FIT Partnership in Singapur erstmals zu einem Ministertreffen. Anlässlich dieses Treffens wurden Malaysia und Paraguay als neue Partnerstaaten begrüsst. Mehrere Staaten der FIT Partnership verabschiedeten eine Ministererklärung zu «Best Practices in Response to Major Supply Chain Disruptions», die darauf abzielt, die internationale Koordination bei der Bewältigung schwerwiegender Störungen in globalen Lieferketten zu verbessern. Die Schweiz hat die Ausarbeitung dieser Erklärung massgeblich vorangetrieben.

Gruppenfoto aller Minister und Ministerinnen

Weiterführende Informationen

Medienmitteilungen

Die Schweiz setzt sich für die Stärkung des regelbasierten multilateralen Handelssystems ein

16.03.2026

Erstes Ministertreffen der «Future of Investment and Trade Partnership»: Die Schweiz setzt sich für offene Märkte ein

18.11.2025

Die Schweiz geht neue Wege zur Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen

16.09.2025

Relevante Themen

Aus der Vogelperspektive sieht man acht Menschen um einen Tisch sitzen und arbeiten.

Multilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Die Schweiz setzt sich aktiv für ein offenes, faires und regelbasiertes Handelssystem ein und stärkt transparente Handelsregeln sowie die internationale Zusammenarbeit in der WTO, der OECD und neuen Partnerschaften.

Das WTO Gebäude am Genfersee

Welthandelsorganisation (WTO)

Die WTO verfolgt das Ziel, den Welthandel offener, transparenter und gerechter zu gestalten durch klare Regeln, Streitbeilegung und Unterstützung für Entwicklungsländer.

Die vier Länderflaggen Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz angeordnet um das Wort EFTA herum.

Europäische Freihandelsassoziation (EFTA)

Die 1960 gegründete EFTA entwickelte sich von einer Zollsenkungs-Initiative zu einer zentralen Plattform für die gemeinsame Aushandlung moderner Freihandelsabkommen.

Kontakt

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Direktion für Aussenwirtschaft
Welthandel / Ressort WTO
Holzikofenweg 36
3003 Bern