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Säule I: Staatliche Schutzpflicht

Säule I der UNO-Leitprinzipien verpflichtet den Staat zum Schutz der Menschenrechte. Der Bund setzt diesen Auftrag mit seinem Nationalen Aktionsplan (NAP) um.

Bundeshaus

Der NAP konkretisiert die Verpflichtungen der Schweiz aus Säule I anhand gezielter Massnahmen.

Multi-Stakeholder-Initiativen

Die Schweiz spielt eine aktive Rolle in verschiedenen Multi-Stakeholder-Initiativen, etwa in den Sektoren Kakao, Gold, nachhaltige Textilien und Kaffee, sowie bei der Umsetzung der Freiwilligen Grundsätze für Sicherheit und Menschenrechte und des Internationalen Verhaltenskodex für private Sicherheitsunternehmen.

Rohstoffhandel

Der Rohstoffsektor ist eine wichtige Säule der Schweizer Wirtschaft, insbesondere in Drehscheiben wie Genf, Zug und Lugano. Er trägt massgeblich zur weltweiten Versorgung und zu den wirtschaftlichen Einnahmen des Landes bei. Im Bewusstsein der menschenrechtlichen Herausforderungen fördert die Schweiz eine verantwortungsvolle Unternehmensführung in diesem Bereich. In diesem Rahmen hat sie die Erarbeitung eines Leitfadens zur Umsetzung der United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights (UNGP) unterstützt, der spezifisch auf den Rohstoffhandel zugeschnitten ist. Dieser Leitfaden, verfügbar unter www.commodity-trading.org (in Englisch), wurde im Rahmen eines Mehrakteursansatzes entwickelt, an dem Behörden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft beteiligt waren. Er bietet konkrete Orientierungshilfen zur Stärkung der Sorgfaltspflicht und zum besseren Umgang mit Risiken. Diese Initiative spiegelt das Engagement der Schweiz für einen verantwortungsvolleren Sektor wider, der auf Dialog und Zusammenarbeit beruht.

Bundesnahe Unternehmen

Die Bundesverwaltung unterstützt bundesnahe Unternehmen, die als Aktiengesellschaft organisiert sind, und arbeitet zudem mit den Verwaltungsräten zusammen, um die Menschenrechtsanforderungen zu erörtern und die Umsetzung der UNO-Leitprinzipien zu fördern.

Öffentliche Beschaffungen

Der Bund stellt ein Online-Tool bereit, das es öffentlichen Beschaffungsstellen ermöglicht, für jedes Land die Risiken der Nichteinhaltung der internationalen Kern-Arbeitsnormen zu analysieren.

Kohärenz zwischen Handelsabkommen und Menschenrechten

Der Bund nimmt Menschenrechtsaspekte in seine Freihandels- und Investitionsschutzabkommen auf, führt Nachhaltigkeitsanalysen durch und informiert die Sozialpartner über die entsprechenden Ergebnisse.

Digitaler Raum und neue Technologien

Die Anwendung der UNO-Leitprinzipien im Bereich des digitalen Raums und der neuen Technologien wird gestärkt.

Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderungsstellen, Handelskammern und an Handelsmissionen teilnehmende Unternehmen werden für die UNO-Leitprinzipien sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln sensibilisiert.

Relevante Themen

Kontakt

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Direktion für Arbeit
Internationale Arbeitsfragen
Holzikofenweg 36
CH - 3003 Bern

Staatssekretariat STS-EDA
Sektion Menschenrechtsdiplomatie
Abteilung Frieden und Menschenrechte
Effingerstrasse 27
CH - 3003 Bern

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