Steigende Konsumentenzuversicht

Bern, 06.02.2014 - Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich zwischen Oktober 2013 und Januar 2014 aufgehellt*. Der Gesamtindex stieg von -5 im Oktober auf +2 Punkte im Januar und liegt damit weiterhin über seinem langjährigen Durchschnitt (-9 Punkte). Die Haushalte beurteilen insbesondere die allgemeinen Wirtschaftsaussichten deutlich zuversichtlicher. Daneben werden auch die Aussichten für die persönliche finanzielle Lage und für eine allmählich sinkende Arbeitslosigkeit leicht besser als in der letzten Umfrage eingeschätzt.

Von den vier zukunftsbezogenen Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex**  einfliessen, wies die Einschätzung zur künftigen Wirtschaftsentwicklung die grösste Verbesserung auf. Nachdem die künftige Wirtschaftsentwicklung bereits im letzten Oktober optimistischer eingeschätzt worden war, hellten sich die Erwartungen im Januar 2014 nochmals merklich auf (+18 Punkte im Vergleich zu +1 Punkt im Oktober 2013). Der historische Durchschnittswert dieses Subindex von -10 Punkten wird mittlerweile klar überschritten. Daneben wird auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommenden zwölf Monaten leicht zuversichtlicher beurteilt (+40 Punkte nach +45 Punkten). Die Einschätzung der Haushalte zu ihrer finanziellen Lage in den kommenden zwölf Monaten hat sich leicht verbessert (+4 Punkte nach 0 Punkten), während die Erwartungen zum Sparen stabil blieben (+25 Punkte, unverändert wie im Oktober 2013).

Von den übrigen Subindizes der Umfrage, die nicht in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen, fällt im Januar insbesondere die Beurteilung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung besser aus (+12 nach +3 Punkten im Oktober 2013). Ausserdem beurteilen die Haushalte vermehrt den heutigen Zeitpunkt für grössere Anschaffungen als günstig (+8 Punkte nach -5 Punkten), und sie sehen sich vermehrt in der Lage zu sparen (+47 Punkte nach +41 Punkten im Oktober). Die Einschätzung der finanziellen Lage in den letzten zwölf Monaten ist praktisch unverändert (-8 Punkte versus -6 Punkten). Die Sicherheit der Arbeitsplätze wird minim schlechter eingestuft (-57 Punkte versus -54 Punkte), womit sich die im Oktober erfolgte deutliche Verbesserung vorerst nicht fortsetzen konnte.

Die verbesserte Einschätzung der aktuellen sowie der zukünftigen Wirtschaftslage hat sich bislang offenbar noch nicht auf die Beurteilung der Preisentwicklung durch die Konsumenten ausgewirkt. So blieben im Januar sowohl die Einschätzungen bezüglich der vergangenen Preisentwicklung (+46 Punkte nach +43 Punkten im Oktober 2013) als auch die zukünftigen Preiserwartungen (+53 nach +54 Punkten) praktisch unverändert.

*In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
ca. 1‘200 zufällig ausgewählte Personen nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Die Befragungen werden durch das Marktforschungsinstitut DemoScope durchgeführt.

**Seit der Publikation der Umfrageergebnisse vom Oktober 2009 werden zwei zusätzliche Fragen veröffentlicht. Es sind dies zum einen die Frage nach den Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und zum anderen die Frage nach der Wahrscheinlichkeit sparen zu können. Mit Hilfe dieser neuen Fragen wird der neue offizielle, EU-kompatible Index der Konsumentenstimmung berechnet. Die drei neuen Quartalsreihen beginnen ab April 2007. Mit der Publikation vom 07.05.2013 hat das SECO die Kommunikation der Umfrageergebnisse vollständig auf den neuen EU-kompatiblen Index der Konsumentenstimmung umgestellt (siehe technische Notiz „Vereinfachte Kommunikation des Index der Konsumentenstimmung“ vom 07.05.2013 unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00453/index.html?lang=de).


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Letzte Änderung 20.03.2019

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