Das Bruttoinlandprodukt im 2. Quartal 2016

Bern, 06.09.2016 - Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz wuchs im 2. Quartal 2016 um 0,6%*. Positive Impulse kamen vom Aussenhandel sowie vom Staatskonsum. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stagnierten indessen. Die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen gingen leicht zurück. Auf der Produktionsseite war das Wachstum breit abgestützt. Die stärksten Impulse kamen aus dem Energiesektor, den staatsnahen Sektoren sowie den wirtschaftlichen Dienstleistungen. Im Vergleich zum 2. Quartal 2015 wuchs das reale BIP um 2,0%.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE) blieben im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal unverändert. Der bedeutendste Wachstumsimpuls kam aus dem Bereich Gesundheit. Die Konsumausgaben des Staates legten im 2. Quartal kräftig zu (1,7%).

Nach einem positiven Vorquartal bildeten sich die Ausrüstungsinvestitionen zurück (-0,9%). Insbesondere die Rubriken Maschinen und Sonstige Fahrzeuge schwächten sich ab. Die Bauinvestitionen waren ebenfalls leicht rückläufig (-0,3%).

Die Warenexporte (ohne nicht monetäres Gold, Wertsachen und Transithandel) wuchsen im 2. Quartal 2016 um 0,8%. Die Rubrik Chemie/Pharma lieferte den stärksten positiven Wachstumsbeitrag. Negative Impulse kamen insbesondere von den Rubriken Präzisionsinstrumente/Uhren/Bijouterie und Maschinen/Apparate/Elektronik. Die Warenimporte (ohne nicht monetäres Gold und Wertsachen) nahmen im 2. Quartal 2016 um 0,5% zu. Das höchste Wachstum verzeichnete die Rubrik Chemie/Pharma. Rückläufig waren die Importe der Rubriken Fahrzeuge und Präzisionsinstrumente/Uhren/Bijouterie.

Die Dienstleistungsexporte bildeten sich leicht zurück (-0,1%) und die Dienstleistungsimporte verzeichneten einen Rückgang um 1,1%.

Auf der Produktionsseite des BIP verteilte sich das Wachstum breit über die meisten Sektoren. Die höchsten Zuwachsraten zeigten sich im Energiesektor (5,8%), im Sektor Erziehung und Unterricht (2,0%) und nach einigen negativen Quartalen im Gastgewerbe (2,5%). Auch das Gesundheits- und Sozialwesen (1,0%), die Öffentliche Verwaltung (0,8%) und die wirtschaftlichen Dienstleistungen (0,8%) legten zu. Einen leichten Rückgang verzeichnete nach drei positiven Quartalen hingegen das Verarbeitende Gewerbe (-0,1%).

Auf der Verwendungsseite des BIP waren nur noch einige Deflatoren rückläufig. Der Deflator des privaten Konsums ging im Vergleich zum 2. Quartal 2015 um 0,3% zurück, jener der Ausrüstungsinvestitionen stieg um 0,6%. Der Deflator der Warenexporte (ohne nicht monetäres Gold, Wertsachen und Transithandel) verzeichnete einen Rückgang von 1,4% und der Deflator der Dienstleistungsexporte sank um 0,6%. Bei den Importen drehte die Preisentwicklung ins Positive. Der Deflator der Warenimporte (ohne nicht monetäres Gold und Wertsachen) wies zum ersten Mal seit drei Jahren eine positive Wachstumsrate auf (0,8%), und auch der Deflator der Dienstleistungsimporte legte zu (0,4%). Der BIP-Deflator ging im Vergleich zum 2. Quartal 2015 um 0,7% zurück.


*Ohne gegenteilige Anmerkung werden die hier aufgeführten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal (ohne Hochrechnung auf Jahresbasis) als preisbereinigte, verkettete, saison- und kalenderbereinigte Werte nach X-13ARIMA-SEATS berechnet. «Real» steht dabei als Abkürzung für die Formulierung «zu Preisen des Vorjahres, verkettete Werte, Referenzjahr 2010». In der offiziellen Terminologie wird auch von «Volumenentwicklung» gesprochen. Die Preisentwicklungen werden als Vorjahresvergleiche ausgewiesen und basieren auf nicht saison- und kalenderbereinigten Werten.


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Letzte Änderung 20.03.2019

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