Korruption bereichert wenige, schwächt aber die ganze Gesellschaft. Korruption untergräbt die rechtsstaatliche und demokratische Ordnung; sie führt zum falschen Einsatz öffentlicher Mittel; sie verzerrt den Wettbewerb; sie erschwert den Handel und hält von Investitionen ab. Deshalb sind sich heute alle einig: Korruption ist ein schwerwiegendes Übel.
Auch wenn sie sicherlich nicht frei von korruptem Verhalten ist, gehört die Schweiz zu den tugendhaftesten Ländern in diesem Bereich und hat sich den höchsten Werten des Corruption Perception Index der NGO Transparency International angeschlossen. Im Jahr 2023 belegte die Schweiz mit einem Wert von 82/100 den sechsten Platz von 180 untersuchten Ländern.
Korruption ist aber kein notwendiges Übel. Seit einigen Jahren werden die Anstrengungen verstärkt, der Korruption auf breiter Front entgegenzutreten. Im Jahr 2020 hat der Bundesrat eine Strategie gegen die Korruption für den Zeitraum 2021-2024 verabschiedet. Die Strategie richtet sich in erster Linie an die Bundesverwaltung und definiert Ziele und Massnahmen in den Bereichen Prävention, Strafverfolgung und internationale Zusammenarbeit. Sie wurde von der Interdepartementalen Arbeitsgruppe Korruptionsbekämpfung, einem Planungs- und Koordinationsgremium der Bundesverwaltung unter der Leitung des EDA, erarbeitet. Die Arbeitsgruppe koordiniert die Korruptionsbekämpfung in der Schweiz mit den Kantonen, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor. Die Strategie wird im Jahr 2024 überprüft und aktualisiert werden.
Zudem beteiligt sich die Schweiz aktiv an der (Weiter-)Entwicklung der internationalen Instrumente und Zusammenarbeit zur Korruptionsbekämpfung (vgl. dazu Instrumente und Initiativen), wie auf der folgenden Seite dargestellt: