Unveränderte Konsumentenstimmung

Bern, 08.05.2014 - Die Konsumentenstimmung ist in der Schweiz zwischen Januar und April 2014 praktisch unverändert geblieben*. Der Gesamtindex stagnierte mit einem Wert von +1 im April verglichen mit Januar (+2 Punkte), liegt damit aber weiterhin über seinem langjährigen Durchschnitt (-9 Punkte). Die Haushalte zeigten sich im April etwas verhaltener für die zukünftige allgemeine Wirtschaftsentwicklung. Zugleich waren sie jedoch optimistischer für die weitere Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten.

Zwei der vier Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex** einfliessen, haben sich zwischen Januar und April gegenläufig entwickelt. Die Erwartungen der Haushalte bezüglich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung wurden im April (+8 Punkte) weniger optimistisch als noch im Januar (+18 Punkte) beurteilt, wobei zu beachten ist, dass dieser Subindex damit immer noch deutlich über seinem historischen Durchschnittswert von -10 Punkten liegt. Demgegenüber wurden die Erwartungen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den kommenden zwölf Monaten nach unten revidiert (+30 im April, nach +40 im Januar***). Die Erwartungen der privaten Haushalte zu ihrer finanziellen Lage in den kommenden zwölf Monaten haben sich zwischen April (+1 Punkt) und Januar  (+4 Punkte) nicht wesentlich verändert. Dasselbe gilt für die Einschätzungen der Möglichkeiten, in den kommenden Monaten Geld zu sparen (unverändert +25 Punkte).

Zwei der übrigen Subindizes der Umfrage, die nicht in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen, deuten ebenfalls auf eine leicht vorsichtigere Einschätzung der Haushalte hin. Die Beurteilung der vergangenen (letzte zwölf Monate) Wirtschaftsentwicklung wurde tiefer eingestuft (+5 im April nach +12 im Januar), und der Zeitpunkt für grössere Anschaffungen wurde als leicht weniger günstig beurteilt (+1 Punkt im April gegenüber +8 im Januar). Demgegenüber wurde die Sicherheit der Arbeitsplätze im April optimistischer eingestuft als im Januar (-47 versus -57 Punkte im Januar), was leicht über dem historischen Durchschnittswert für diese Teilfrage (-55 Punkte) liegt.

Die anderen Subindizes der Umfrage deuten auf eine weitgehend gleichgebliebene Stimmung der Haushalte hin: Die Einschätzung der vergangenen finanziellen Lage blieb beinahe unverändert (-5 Punkte, nach -8 Punkten im Januar), ebenso die Einschätzung, heute Geld auf die Seite legen zu können (+44 im April, nach +47 Punkten im Januar).

Relativ stabil blieben auch die Einschätzungen zur Preisentwicklung. Die Beurteilung der Entwicklung der Preise in den letzten zwölf Monaten blieb nahezu unverändert (+45 Punkte im April, nach +46 im Januar). Die Inflationserwartungen (Preisentwicklung der kommenden zwölf Monaten) wurden leicht nach unten revidiert (+49, nach +53 im Januar).

* In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ca. 1‘200 zufällig ausgewählte Personen nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Die Befragungen werden durch das Marktforschungsinstitut DemoScope durchgeführt.

** Seit der Publikation der Umfrageergebnisse vom Oktober 2009 werden zwei zusätzliche Fragen veröffentlicht. Es sind dies zum einen die Frage nach den Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und zum anderen die Frage nach der Wahrscheinlichkeit sparen zu können. Mit Hilfe dieser neuen Fragen wird der neue offizielle, EU-kompatible Index der Konsumentenstimmung berechnet. Die drei neuen Quartalsreihen beginnen ab April 2007. Mit der Publikation vom 07.05.2013 hat das SECO die Kommunikation der Umfrageergebnisse vollständig auf den neuen EU-kompatiblen Index der Konsumentenstimmung umgestellt (siehe technische Notiz „Vereinfachte Kommunikation des Index der Konsumentenstimmung“ vom 07.05.2013 unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00453/index.html?lang=de).

*** Ein Rückgang dieses Subindizes bedeutet, dass eine tiefere Anzahl arbeitsloser Personen erwartet wird.


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Letzte Änderung 20.03.2019

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