Konsumentenstimmung zwischen Januar und April unverändert, Erwartungen für die Preisentwicklung nach unten korrigiert

Bern, 07.05.2015 - Die Umfrage vom April 2015* zeigt, dass die Konsumentenstimmung in der Schweiz (Durchschnitt von vier Indizes**) im Vergleich zum Januar unverändert geblieben ist. Die Einschätzung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung (letzte zwölf Monate) hat sich aber verschlechtert und die Erwartungen für die Preisentwicklung wurden deutlich nach unten korrigiert.

Die Antworten auf die vier Fragen zur Berechnung des Konsumentenstimmungsindex in der Schweiz blieben zwischen Januar*** und April 2015 fast unverändert. Die Erwartungen der Konsumenten bezüglich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung veränderten sich nicht signifikant (−12 Punkte im Januar, −8 Punkte im April). Die Erwartungen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit blieben praktisch identisch (+52 Punkte im Januar, +51 Punkte im April). Auch die Einschätzung der zukünftigen finanziellen Lage der Haushalte veränderte sich kaum (+2 Punkte im Januar, +5 Punkte im April). Schliesslich gab es bei der Wahrscheinlichkeit, in den kommenden zwölf Monaten Geld zu sparen, ebenfalls keine signifikante Veränderung zwischen Januar (+38 Punkte) und April (+31 Punkte).

Für verschiedene Subindizes sind aber signifikante Veränderungen zu beobachten. Die Konsumenten beurteilten die vergangenen Wirtschaftsentwicklung (letzte zwölf Monate) deutlich negativer als noch im Januar (+1 Punkt im Januar, −22 Punkte im April). Ein Wert von −22 Punkten entspricht bei diesem Index allerdings dem mehrjährigen Durchschnitt. Die Arbeitsplatzsicherheit wurde ebenfalls weniger positiv beurteilt (−54 Punkte im Januar, −70 Punkte im April). Hingegen schätzten die Haushalte den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen im April (+15 Punkte) günstiger ein als im Januar (+7 Punkte).

Deutlich signifikante Veränderungen zeigen sich bei der Einschätzung der Preisentwicklung. Die Beurteilung der Preisentwicklung während der letzten zwölf Monate sank von +32 Punkten im Januar auf −3 Punkte im April. Dies ist der zweittiefste Wert, den dieser Subindex seit 1973 erreichte. Der Tiefstwert wurde mit −6 Punkten im Oktober 2011 registriert. Die Einschätzung der zukünftigen Preisentwicklung (kommende zwölf Monate) ging ebenfalls deutlich zurück: Der Wert dieses Subindex fiel von +29 Punkten im Januar auf +6 Punkte im April. Auch hier handelt es sich um den zweittiefsten Wert seit Beginn der Messungen. Den Tiefstwert erreichte dieser Index im Januar 2009 (−7 Punkte).

*In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ca. 1200 zufällig ausgewählte Personen nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Die Befragungen werden durch das Marktforschungsinstitut DemoScope durchgeführt.

**Einschätzung der zukünftigen Wirtschaftsaussichten, der zukünftigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit, der erwarteten Entwicklung der finanziellen Situation des Haushalts, der Sparmöglichkeiten in den kommenden zwölf Monaten.

***Mehr als drei Viertel der Befragungen im Januar wurden vor dem 14. Januar (Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro am 15. Januar) durchgeführt, weniger als ein Viertel danach.


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Letzte Änderung 20.03.2019

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