Konsumentenstimmung zwischen Juli und Oktober unverändert

Bern, 05.11.2015 - Gemäss der jüngsten Umfrage zur Konsumentenstimmung* hat sich das Konsumklima in der Schweiz zwischen Juli und Oktober 2015 kaum verändert und liegt damit nach wie vor deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Obwohl mit einer leicht besseren Konjunktur gerechnet wird, haben sich die Erwartungen bezüglich der Arbeitslosigkeit und der Sicherheit der Arbeitsplätze verschlechtert. Bezüglich der Preisentwicklung haben die Konsumenten ihre Erwartungen leicht nach oben angepasst.

Die Antworten vom Oktober 2015 auf die vier Fragen, die in die Berechnung des Schweizer Konsumentenstimmungsindex einfliessen**, weisen insgesamt darauf hin, dass die Stimmung gegenüber dem Juli praktisch unverändert geblieben ist. Der Index ist von −19 Punkten im Juli auf −18 Punkte im Oktober gestiegen und verharrt damit auf einem im historischen Vergleich tiefen Niveau. Der langjährige Durchschnitt des Index liegt bei −9 Punkten.

Die einzelnen Subindizes haben sich allerdings unterschiedlich entwickelt. Die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten bezüglich der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung haben sich verbessert; der entsprechende Subindex hat von −25 Punkten im Juli auf −16 Punkte zugelegt. Dennoch ist der Subindex zur erwarteten Arbeitslosigkeit von 65 Punkten (Juli) auf 74 Punkte (Oktober) angestiegen, was verschlechterten Arbeitsmarktaussichten entspricht. Unverändert geblieben ist zwischen Juli und Oktober die Einschätzung zur zukünftigen finanziellen Lage der Haushalte. Ebenfalls nur unwesentlich verändert hat sich die Wahrscheinlichkeit, in den kommenden zwölf Monaten Geld zu sparen.

Die Einschätzung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung hat sich im Oktober leicht verbessert (von −36 Punkten im Juli auf −30 Punkte). Der Subindex zur Beurteilung der Arbeitsplatzsicherheit setzte hingegen seinen Anfang 2015 begonnenen Abwärtstrend fort und erreichte im Oktober den Stand von −85 Punkten, gegenüber einem Wert von −76 Punkten im Juli 2015. Damit ist dieser Subindex erstmals unter das Niveau vom Januar 2012 gefallen, als sich die Schuldenkrise in der Eurozone zuspitzte. Nach Einschätzung der Haushalte hat sich ihre finanzielle Lage zwischen Oktober (−10 Punkte) und Juli (−12 Punkte) hingegen kaum verändert. Sie gaben allerdings auch an, dass der Zeitpunkt für grössere Anschaffungen weniger günstig sei (−5 Punkte bei der Befragung vom Oktober gegenüber 6 Punkten im Juli 2015).

Die Haushalte haben ausserdem ihre Beurteilung der vergangenen Preisentwicklung nach oben angepasst. Der Subindex zur Einschätzung der Preisentwicklung der letzten zwölf Monate ist von −5 Punkten im Juli auf 11 Punkte im Oktober gestiegen. Die Erwartungen zur Preisentwicklung in den kommenden zwölf Monaten haben sich ebenfalls erhöht; der entsprechende Subindex ist von 18 Punkten im Juli auf 36 Punkte im Oktober angestiegen. Trotz der jüngsten Zunahme liegen die zwei Subindizes zur vergangenen und künftigen Preisentwicklung noch deutlich unter dem historischen Durchschnitt.

*In den Monaten Januar, April, Juli und Oktober werden im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) ca. 1200 zufällig ausgewählte Haushalte nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, ihrer persönlichen finanziellen Lage, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt. Die Befragungen werden durch das Marktforschungsinstitut DemoScope durchgeführt.

**Einschätzung der zukünftigen Wirtschaftsaussichten, der zukünftigen Entwicklung der Arbeitslosigkeit, der erwarteten Entwicklung der finanziellen Situation des Haushalts, der Sparmöglichkeiten in den kommenden zwölf Monaten.


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Letzte Änderung 20.03.2019

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