Unverändert verhaltene Konsumentenstimmung

Bern, 06.11.2012 - Die vom Staatssekretariat für Wirtschaft in Auftrag gegebene Umfrage zur Konsumentenstimmung zeigt, dass sich die Stimmung zwischen Oktober und Juli 2012 nicht weiter verschlechtert hat. Der Index* verharrte bei -17 Punkten auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau. Während die künftige Wirtschaftsentwicklung im Vergleich zum Juli praktisch unverändert beurteilt wird, erwarten die befragten Haushalte noch einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Demgegenüber fielen die Einschätzungen hinsichtlich der eigenen Sparmöglichkeiten leicht optimistischer aus.

Zwei der vier Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex ** einfliessen, haben sich zwischen Oktober und Juli 2012 signifikant verändert. Die Erwartungen für den Arbeitsmarkt haben sich weiter eingetrübt: Die Haushalte erwarten, dass die Arbeitslosenzahl in den kommenden Monaten weiter ansteigen wird (+67 Punkte im Oktober nach +62 im Juli). Demgegenüber wurden die Sparmöglichkeiten für die kommenden Monaten als günstiger beurteilt (+25 Punkte im Oktober nach +15 im Juli). Die beiden anderen Fragen, die ebenfalls in den Gesamtindex einfliessen, haben sich nicht wesentlich verändert. Dies gilt sowohl für die Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung (-23 Punkte im Oktober nach -20 im Juli) als auch für die Erwartungen bezüglich der eigenen finanziellen Lage (-2 Punkte im Oktober nach -3 im Juli).

Auch für einen Grossteil der restlichen Subindizes der Umfrage, die nicht in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen, wurden zwischen Juli und Oktober keine starken Veränderungen festgestellt. Die Beurteilung der vergangenen Wirtschaftsentwicklung (während der letzten zwölf Monate) verharrte nahe des historischen Mittelwertes (-22 Punkte im Oktober nach -24 im Juli). Die Sicherheit der Arbeitsplätze wurde ebenfalls gleich wie im Juli beurteilt (-71 Punkte im Oktober nach -72 im Juli), wobei der historische Durchschnittswert (circa -55 Punkte) deutlich unterschritten wird. Auch die Neigung für grössere Anschaffungen wie Haushaltsgeräte, Möbel oder Autos blieb zwischen Oktober und Juli praktisch stabil (-1 Punkte im Oktober nach -2 im Juli).

Etwas stärkere Veränderungen zeigen sich in erster Linie bei den Einschätzungen zur Preisentwicklung. Die Haushalte stuften sowohl die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate (+32 Punkte im Oktober nach +22 im Juli) als auch die Inflationserwartungen für die kommenden zwölf Monate (+39 Punkte gegenüber +32) höher ein. Allerdings liegen auch diese etwas höheren Werte immer noch deutlich unter den langjährigen Mittelwerten. Die historischen Tiefstwerte seit 1972 für die Beurteilung der Preisentwicklung wurden Anfang 2009 (Inflationserwartungen) und Ende 2011 (vergangene Preisentwicklung) erreicht.


* In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des SECO ca. 1‘100 Haushalte nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, der finanziellen Lage des Haushaltes, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt.

** Seit der Publikation der Umfrageergebnisse vom Oktober 2009 werden zwei zusätzliche Fragen veröffentlicht. Es sind dies zum einen die Frage nach den Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und zum andern die Frage nach der Wahrscheinlichkeit sparen zu können. Mit Hilfe dieser neuen Fragen wird der neue offizielle, EU-kompatible Index der Konsumentenstimmung berechnet. Die drei neuen Quartalsreihen beginnen ab April 2007 (siehe technische Notiz «Erweiterung der Umfrage» vom 4.11.2009 unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00453/index.html?lang=de).


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Letzte Änderung 20.03.2019

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