Nutzung von Freihandelsabkommen

Firmenbefragung zur Nutzung von Freihandelsabkommen Export

Jedes Jahr werden rund 400 Millionen Franken an Zöllen auf Produkte erhoben, die aus der Schweiz in Partnerländer exportiert werden, obwohl mit diesen Partnerländern Freihandelsabkommen bestehen. Weshalb ist dem so? Dieser Frage möchte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) nachgehen und ist dafür auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Mit der Befragung zur Nutzung von Freihandelsabkommen möchte das SECO Schweizer Exporteure, zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Freihandelsabkommen befragen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie die Freihandelsabkommen der Schweiz durch die Unternehmen genutzt werden und wie sich die Nutzung von Freihandelsabkommen weiter vereinfachen lässt.

Bitte nehmen Sie mit folgendem Link an der Firmenbefragung teil: https://seco.limequery.com/388298?lang=de

Wir möchten Sie bitten, den Fragebogen bis am 31. Januar 2022 auszufüllen. Es ist möglich, den Fragebogen in Deutsch oder Französisch auszufüllen und die Beantwortung aller Fragen dauert zwischen 5 und 15 Minuten.

Mit ihrer Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag dazu, die Nutzung von Freihandelsabkommen weiter zu vereinfachen sowie zur Weiterentwicklung der Schweizer Aussenwirtschafspolitik.

Freihandelsabkommen: Wie werden sie von den Firmen genutzt?

Basierend auf der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im August 2020 veröffentlichten Studie «Analyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen» hat das SECO in Zusammenarbeit mit der HSG eine weiterführende Analyse durchgeführt. Darin wurde untersucht, welche Faktoren beeinflussen, ob Firmen beim Import von Waren in die Schweiz die im Rahmen von Freihandelsabkommen (FHA) gewährten präferenziellen Zölle nutzen.

Die vertiefte Analyse hat aufgezeigt, dass kleinere und grössere Firmen Freihandelsabkommen in etwa gleich häufig nutzen (Einsparquote von 88% respektive 87%). Während Firmen mit über 250 Beschäftigten im Jahr 2019 dank FHA rund 728 Mio. CHF an Zöllen einsparten, waren es bei den KMU sogar etwas mehr mit insgesamt 1’134 Mio. Franken. Weitere 221 Mio. CHF an Zolleinsparungen wurden von Firmen realisiert, bei denen die Anzahl Mitarbeitenden aus den Daten nicht ersichtlich ist. Über alle Firmen hinweg liegt die Einsparquote (der Anteil der möglichen Zolleinsparungen, welcher auch tatsächlich realisiert wurde) bei 84 Prozent.

Fragen und Antworten

Freihandelsabkommen: Werden die Vorteile genutzt?

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat eine umfassende Datenanalyse in Auftrag gegeben. Sie zeigt, in welchem Umfang Schweizer Firmen die Freihandelsabkommen der Schweiz in Anspruch nehmen, um Zölle zu sparen.

Die Studie «Analyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen» geht auf eine Empfehlung der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) zurück und wurde vom SECO bei der Universität St. Gallen in Auftrag gegeben. Die GPK-N hat eine Untersuchung der Auswirkungen von FHA gefordert.

Die Analyse der Nutzung der FHA zeigt, dass Schweizer Importeure und Konsumentinnen und Konsumenten 2018 dank der FHA Zölle in der Höhe von 2,5 Milliarden Franken einsparten. Dies entspricht einer durchschnittlichen Nutzungsrate der FHA von 73% bei den Importen. Bei den Exporten in die FHA-Länder, welche Daten zur Verfügung gestellt haben, lag die Nutzungsrate der FHA im Jahr 2018 bei 80%. Dies entspricht Zollersparnissen von 1,8 Milliarden Franken.

Fragen und Antworten

Weiterführende Informationen

 

Weitere Informationen

Studie «Analyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen im Auftrag des SECO» von Stefan Legge und Piotr Lukaszuk der Universität St. Gallen

Executive Summary «Determinanten der Nutzung von Freihandelsabkommen Weiterführende Auswertungen» von Stefan Legge und Piotr Lukaszuk der Universität St. Gallen

Der FHA-Monitor: Alle relevanten Zahlen zur Nutzung der einzelnen Freihandelsabkommen werden im FHA-Monitor auf einen Blick dargestellt.

Artikel in «Die Volkswirtschaft»

Medienmitteilungen

15.02.2021

KMU sparen dank Freihandelsabkommen am meisten Zölle

Dank Freihandelsabkommen (FHA) haben Schweizer Firmen im Jahr 2019 importseitig insgesamt über 2 Mrd. Franken an Zöllen gespart. Am stärksten profitierten dabei die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit 1'134 Mio. Franken, wie Auswertungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen aufzeigen. Über 140'000 Firmen machten von tieferen Importzöllen im Rahmen eines FHA Gebrauch. Rund 55'000 Firmen nutzten gar bei jeder Transaktion ein FHA.

11.08.2020

Dank Freihandelsabkommen werden mehrere Milliarden Franken Zölle gespart

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat am 11. August 2020 eine umfassende Datenanalyse zur Nutzung von Freihandelsabkommen (FHA) publiziert. Die Studie belegt, in welchem Umfang die FHA der Schweiz von Unternehmen in Anspruch genommen werden, um Zölle zu sparen.

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Letzte Änderung 10.11.2021

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