Anstellung von Arbeitnehmenden in der Schweiz durch Schweizer Arbeitgebende


Anstellung von Arbeitnehmenden der EU-25/EFTA-Staaten

Vollständige Personenfreizügigkeit: Pflichten der Arbeitgebenden oder Arbeitnehmenden je nach Fallkonstellation

Im Verhältnis zu den EU-25/EFTA-Staaten besteht vollständige Personenfreizügigkeit. Gleichwohl bestehen für die Ausübung einer
Erwerbstätigkeit in der Schweiz Melde- und Bewilligungspflichten. Diese treffen je nach Fallkonstellation den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer.

Arbeitsdauer bis 90 Tage pro Kalenderjahr: Meldepflicht des Arbeitgebers

Die Anstellung von Arbeitnehmenden der EU-25/EFTA-Staaten durch Schweizer Arbeitgebende in der Schweiz für eine Dauer von bis zu 90 Tagen (ununterbrochen oder tageweise) innerhalb eines Kalenderjahres ist meldepflichtig. Die Pflicht zur Meldung obliegt dem Arbeitgeber. Die geschilderte Regelung gilt sowohl für die Anstellung von Arbeitnehmenden mit Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz als auch für die Anstellung von Grenzgängern.

Arbeitsdauer über 90 Tage pro Kalenderjahr: Bewilligungspflicht des Arbeitnehmers

Die Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit durch Arbeitnehmende der EU-25/EFTA-Staaten bei einem Schweizer Arbeitgeber in der Schweiz für eine Dauer von mehr als 90 Tagen (ununterbrochen oder tageweise) pro Kalenderjahr ist bewilligungspflichtig. Es ist grundsätzlich Sache der ausländischen Person die notwendigen Bewilligungen einzuholen. Entsprechendes gilt für Grenzgänger. Informationen zu diesen Pflichten finden sich im Abschnitt "Pflichten der Arbeitnehmenden". Die geschilderte Regelung gilt sowohl für die Anstellung von Arbeitnehmenden mit Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz als auch für die Anstellung von Grenzgängern.

Anstellung von Arbeitnehmenden der EU-2

Im Allgemeinen vollständige Personenfreizügigkeit: Pflichten der Arbeitgebenden oder Arbeitnehmenden je nach Fallkonstellation

Auch im Verhältnis zu den EU-2-Staaten gilt seit dem 1. Juni 2016 grundsätzlich die vollständige Personenfreizügigkeit. Damit bestehen für Arbeitnehmende der EU-2 im Prinzip dieselben Melde- und Bewilligungspflichten wie für Arbeitnehmende der EU-25/EFTA, weshalb auf die obenstehenden Ausführungen verwiesen werden kann.

Einschränkung: Befristete Wiedereinführung von Höchstzahlen

In Bezug auf erwerbstätige Staatsangehörige von Bulgarien und Rumänien hat der Bundesrat per 1. Juni 2017 die Ventilklausel angerufen. Dies führt dazu, dass die Kontingentierung der Aufenthaltsbewilligungen B EU/EFTA für Staatsangehörige der EU-2 während einem Jahr wieder eingeführt wird. Betroffen sind Personen aus EU-2-Staaten, die über einen Arbeitsvertrag in der Schweiz mit überjähriger oder unbefristeter Dauer verfügen.


Anstellung von Arbeitnehmenden von Kroatien

Am 1. Juli 2013 ist Kroatien der Europäischen Union (EU) beigetreten. Bei jeder Erweiterung der EU muss das Freizügigkeitsabkommen (FZA) zuerst angepasst werden (zusätzliches Protokoll). Die Erweiterung des FZA auf Kroatien wurde im Protokoll III ausgehandelt.

Das Protokoll III trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Während der ersten Umsetzungsphase gelten gegenüber kroatischen Staatsangehörigen besondere Übergangsbestimmungen mit arbeitsmarktrechtlichen Beschränkungen (Inländervorrang und Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen) und Höchstzahlen.

Weitere Informationen zu den Zulassungsbestimmungen für kroatische Staatsangehörige finden sich auf der Internetseite des Staatsekretariat für Migration (SEM).


Grenzgänger aus den EU-27/EFTA-Staaten

Was versteht man unter einem Grenzgänger?

Grenzgänger sind Ausländer und Ausländerinnen, die ihren Wohnsitz in der ausländischen Grenzzone haben und innerhalb der benachbarten Grenzzone der Schweiz erwerbstätig sind.

Berufliche und geographische Mobilität

Grenzgängern der EU-27/EFTA wird innerhalb der gesamten Grenzzonen der Schweiz die berufliche und geographische Mobilität gewährt.

Für kroatische Grenzgängerinnen und Grenzgänger gelten besondere Übergangsbestimmungen. Diese sind auf der Internetseite des Staatssekretariats für Migration ersichtlich.

Anstellung von Arbeitnehmenden von Drittstaaten

Bewilligungspflicht

Die Anstellung von Arbeitnehmenden von Drittstaaten in der Schweiz ist bewilligungspflichtig und untersteht dem Bewilligungsverfahren von Kanton und Bund.  


Letzte Änderung 08.12.2017

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