Selbständigerwerbende der EU-27/EFTA

Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz

Pflicht zu Gesuch um Anerkennung als Selbständigerwerbender

Innert 14 Tagen nach der Einreise und vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit müssen sich selbstständig Erwerbstätige mit Nationalität eines EU-27/EFTA-Staates bei der Wohngemeinde anmelden und bei der kantonalen Arbeits- oder Migrationsbehörde eine Aufenthaltsbewilligung zur selbstständigen Erwerbstätigkeit beantragen. Eine gültige Identitätskarte (oder Pass) sowie Dokumente zum Nachweis der gegebenen Voraussetzungen für eine effektive Selbstständigkeit (Startkapital, evtl. Eintrag Handelsregister, etc.) müssen vorgelegt werden. Die Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit darf erst nach erfolgreicher Gesuchsprüfung/Erteilung der Bewilligung aufgenommen werden. Die kantonalen Migrationsbehörden erteilen Ihnen diesbezüglich detaillierte Auskünfte. 

 

Grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung

Dienstleistungserbringung bis 90 Tage pro Kalenderjahr

Branchen mit Meldepflicht ab dem ersten Arbeitstag

Die grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung von Selbständigerwerbenden der EU-27/EFTA in der Schweiz bis 90 Tage pro Kalenderjahr ist in den folgenden Branchen ab dem ersten Tag meldepflichtig:

  • Bauhauptgewerbe (Hoch- und Tiefbau)
  • Baunebengewerbe
  • Hotel- und Gastgewerbe
  • Reinigungsgewerbe in Industrie oder Haushalten
  • Bewachungs- und Sicherheitsdienst
  • Gewerbe der Reisenden (Ausnahme: Schausteller und Zirkusbetreiber)
  • Erotikgewerbe.

Übrige Branchen: Meldepflicht bei Arbeit über 8 Tage

Die Dienstleistungserbringung in den übrigen Branchen ist meldepflichtig, wenn sie mehr als 8 Tage pro Kalenderjahr dauert. Massgebend ist die effektive Dauer. Nicht entscheidend ist, ob die Arbeit ununterbrochen oder tageweise geleistet wird. Für Arbeiten bis 8 Tage in den übrigen Branchen besteht weder eine Melde- noch eine Bewilligungspflicht.

Grundsatz der 8-tägigen Meldefrist und Ausnahmen

Die Arbeit darf grundsätzlich frühestens 8 Tage, nachdem der Einsatz gemeldet worden ist, aufgenommen werden. In Notfällen, wie Reparaturen, Unfällen, Naturkatastrophen oder anderen nicht vorhersehbaren Ereignissen, kann die Arbeit ausnahmsweise vor Ablauf der achttägigen Frist beginnen, frühestens jedoch am Tag der Meldung.

Dienstleistungserbringung über 90 Tage pro Kalenderjahr

Bewilligungspflicht

Die grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung von Selbständigerwerbenden der EU-27/EFTA in der Schweiz für eine Dauer von über 90 Tagen pro Kalenderjahr ist bewilligungspflichtig.


Letzte Änderung 11.12.2019

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