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Europäische Union (EU)

Die EU ist die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin der Schweiz. Eine aktive Europapolitik ist daher wirtschaftspolitisch von entscheidender Bedeutung.

Eine Schweizer Flagge und eine EU Flagge

Allgemeine Informationen

Da die Schweiz kein EU-Mitgliedstaat ist, sind ihre Beziehungen zur EU durch eine Reihe bilateraler Abkommen geregelt, die seit dem Freihandelsabkommen von 1972 in mehreren Etappen abgeschlossen wurden. Nach der Ablehnung des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in der Volksabstimmung von 1992 unterzeichneten die Schweiz und die EU im Jahr 1999 die Bilateralen I (sieben Abkommen) und 2004 die Bilateralen II (neun Abkommen und ein Schriftwechsel). Diese Abkommen ermöglichen der Schweiz in verschiedenen Bereichen eine Beteiligung am EU-Binnenmarkt, wodurch Handelshemmnisse im gegenseitigen Wirtschaftsaustausch verringert oder abgebaut werden. Sie sind zudem Grundlage für eine enge Zusammenarbeit in Bereichen wie Forschung, Sicherheit, Asylwesen, Umwelt und Kultur.

Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz-EU (Bilaterale III)»

Am 13. März 2026 hat der Bundesrat das Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz–EU (Bilaterale III)» zuhanden des Parlamentes verabschiedet. Mit dieser Vorlage will der Bundesrat den bewährten bilateralen Weg stabilisieren und weiterentwickeln. Das Paket gewährleistet die Kontinuität der wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zur Europäischen Union, der wichtigsten Handelspartnerin der Schweiz. Angesichts der angespannten geopolitischen Lage sind stabile und verlässliche Beziehungen zu den europäischen Nachbarstaaten von strategischer Bedeutung.

Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines Wegfalls der Bilateralen I haben die Forschungsinstitute Ecoplan und BAK Economics im Auftrag des SECO untersucht. Die Studien zeigen, dass ein Wegfall zu einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum in der Schweiz führen würde. Hinzu kämen Einbussen, wie der Verlust an Rechtssicherheit und die Minderung der Standortattraktivität.

Im Auftrag des SECO hat Ecoplan 2025 ihre Studie von 2015 aktualisiert und die Modellsimulation auf den Zeitraum 2028 bis 2045 angepasst. Gegenüber der ersten Ecoplan-Studie (2015) wurden auch der Brexit, die veränderten Handelsströme und aktuelle Bevölkerungsszenarien berücksichtigt. Simuliert wird der Wegfall der bisherigen Abkommen der Bilateralen I vor Aktualisierung durch das Paket Schweiz–EU. Das Szenario eines vollständigen Wegfalls der Bilateralen I wurde gewählt, um den volkswirtschaftlichen Wert des Stabilisierungsteils des Pakets Schweiz–EU indirekt abschätzen zu können. Dem Szenario liegen plausibilisierte Annahmen zu Grunde. Was bei einer Ablehnung des Pakets Schweiz-EU tatsächlich geschehen würde, hängt von politischen Entscheidungen ab und lässt sich nicht vorhersagen. Die aktualisierten Modellberechnungen von Ecoplan zu den bisherigen Bilateralen I bestätigen den hohen Wert der Bilateralen I und der Assoziierung an die EU-Programme für Forschung und Innovation für die Schweizer Volkswirtschaft. Gemäss den Modellberechnungen würde im Falle eines Wegfalls der Bilateralen I und einer Rückstufung der Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen für Forschung und Innovation auf den Status eines nicht-assoziierten Drittstaates das BIP im Jahr 2045 um 4,90 % geringer ausfallen als mit funktionierenden Abkommen und einer Assoziierung.

Die aktuellen Studien unterstreichen die Befunde der bestehenden Literatur, dass ein Wegfall der Bilateralen I bedeutende Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und negative Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft zur Folge hätte.

Im Jahr 2020 wurde die Studie von BAK Economics von 2015 zudem im Auftrag der Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell und der Industrie- und Handelskammer Thurgau aktualisiert:

Wichtige Dossiers

Medienmitteilungen

Bundesrat verabschiedet das Paket «Stabilisierung und Weiterentwicklung der Beziehungen Schweiz-EU» zuhanden des Parlaments

13.03.2026

Relevante Seiten

Ein Eingang zur Botschaft mit rotem Teppich und den Flaggen der EU und der Schweiz.

Schweizerische Europapolitik (EDA)

Die Abteilung Europa des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist das Kompetenzzentrum des Bundes für alle europapolitische Fragen.

Eine amerikanische und eine Schweizer Flagge

Handelsbeziehung Schweiz USA

Nach der Aufhebung der länderspezifischen Zusatzzölle durch den Obersten Gerichtshof der USA führte der amerikanische Präsident einen neuen pauschalen Zusatzzoll von 10% auf anderer gesetzlicher Grundlage ein.

Weltkarte in Blautönen

Ländercockpit

Das Ländercockpit bietet einen kompakten Überblick über die wirtschaftliche Situation und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen von Schweizer Wirtschaftspartnern.

Kontakt

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
Holzikofenweg 36
CH - 3003 Bern