Corporate Social Responsibility (CSR)

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Die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) bezieht sich auf die Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt. Der Bund versteht CSR als Beitrag der Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung.

CSR umfasst ein breites Spektrum von Themen, die bei der Unternehmensführung zu beachten sind. Dazu gehören u.a. die Arbeitsbedingungen (inkl. Gesundheitsschutz), Menschenrechte, Umwelt, Korruptionsprävention, fairer Wettbewerb, Verbraucherinteressen, Steuern und Transparenz. Die Umsetzung der CSR erfordert die Berücksichtigung der Interessen der Anspruchsgruppen (z.B. Aktionäre, Arbeitnehmende, Konsumierende, lokale Gemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen).

CSR setzt die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen voraus. Darüber hinaus sind gesellschaftliche Erwartungen zu beachten, die über die rechtlichen Verpflichtungen hinausgehen können. Der Bund erwartet von in der Schweiz ansässigen oder tätigen Unternehmen, dass sie ihre Verantwortung gemäss den international anerkannten CSR-Standards und -Leitlinien bei ihrer gesamten Tätigkeit im In- und Ausland wahrnehmen.

Eine konsequente Umsetzung der CSR leistet einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Gleichzeitig kann sie sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auswirken.

In der Schweiz werden verschiedene Begriffe für CSR verwendet. Unternehmen benützen z.B. Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Responsibility (CR), verantwortungsvolle Unternehmensführung (Responsible Business Conduct) oder Unternehmensnachhaltigkeit.

Statement der Direktorin des SECO, Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, am St. Petersburg International Economic Forum (ab 0:07:00, in engl. Sprache)


CSR-Positionspapier und Aktionsplan des Bundesrates

Der Bundesrat hat am 1. April 2015 ein Positionspapier zur gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen verabschiedet. Dieses wurde in einem interdepartementalen Prozess unter der Leitung des SECO und gestützt auf eine Konsultation der Interessengruppen erarbeitet. Es verfolgt zwei Hauptziele: 1. Information der Unternehmen und deren Anspruchsgruppen über die Ziele und Erwartungen des Bundes in Bezug auf die CSR; 2. Verschaffung eines Überblicks über aktuelle und künftige CSR-Aktivitäten auf Bundesebene.


Digitalisierung und verantwortungsvolle Unternehmensführung

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die verantwortungsvolle Unternehmensführung sind vielfältig. So können beispielsweise neue digitale Instrumente verantwortungsbewusstes Handeln stärken, insbesondere das Management einer verantwortungsvollen Lieferkette (z.B. Blockchain-Technologie zur Analyse der Risiken in Lieferketten, maschinelles Lernen). Gleichzeitig kann der digitale Wandel auch dazu führen, dass Unternehmen auf neue Weise soziale und ökologische Schäden verursachen oder dazu beitragen (z.B. Risiko der Diskriminierung bei der Nutzung künstlicher Intelligenz und Menschenrechtsrisiken im Zusammenhang mit Überwachungstechnologien und dem Missbrauch von Internetplattformen). Die OECD diesbezüglich folgende Instrumente veröffentlicht:

Gibt es eine Rolle für Blockchains in der verantwortungsvollen Unternehmensführung? (PDF, 2 MB, 03.12.2019)

Künstliche Intelligenz und verantwortungsvolle Unternehmensführung (PDF, 2 MB, 03.12.2019)

Internettplattformen und verantwortungsvolle Unternehmensführung (PDF, 2 MB, 03.12.2019)


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Letzte Änderung 03.12.2019

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