Rohstoffe

Die historisch gewachsene Rohstoffbranche ist für die Schweiz von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung. Dies fordert die Schweiz auf verschiedene Weise heraus. Sie steht in einem harten internationalen Standortwettbewerb. Gleichzeitig stellen sich insbesondere bei der Rohstoffförderung Herausforderungen bezüglich der Einhaltung von Menschenrechten, Umwelt- und Sozialstandards sowie der Transparenz von Finanzflüssen. Die Schweiz will die guten Rahmenbedingungen erhalten. Gleichzeitig sollen bestehende Risiken reduziert werden.

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Die Schweiz ist traditionell ein weltweit bedeutender Handelsplatz für Rohstoffe. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der Rohstoffbranche in der Schweiz markant zugenommen. Sie beheimatet einige der weltweit grössten, aber auch eine Vielzahl von kleineren Rohstoffunternehmen, welche alle fast ausschliesslich international tätig sind.

Schätzungsweise 500 Unternehmen mit rund 10`000 Mitarbeitenden sind in dieser Branche tätig, die neben dem Handel insbesondere auch das Frachtgeschäft, die Handelsfinanzierung sowie die Inspektion und Warenprüfung umfasst. Gemäss Erhebung der SNB fielen die Einnahmen aus dem Transithandel 2014 im Vergleich zu den Höchstständen zwischen 2010 und 2012 zwar leicht tiefer aus, betragen aber immer noch CHF 25,2 Mrd., was rund 3,9% des Schweizer BIP entspricht.

Der Rohstoffhandel, welcher in einem globalen Markt erfolgt, ist nicht nur für die Schweiz, sondern auch weltweit von grosser Bedeutung. Er übernimmt eine wichtige Allokationsfunktion und sorgt dafür, dass Rohstoffe von Ländern mit einem Überschuss zu Ländern mit wenig oder keinen Rohstoffen gelangen. Ein geordneter, gut funktionierender und verantwortungsvoller Rohstoffhandel trägt damit weltweit zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum bei. Die Schweiz mit ihrer Rohstoffbranche leistet dazu einen bedeutenden Beitrag.

Aufgrund des zunehmenden öffentlichen Interesses an der Rohstoffbranche und der innen- und aussenpolitischen Bedeutung des Themas haben die Departemente für Äusseres (EDA), Finanzen (EFD) sowie Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) im Frühling 2012 die „Plattform Rohstoffe" gebildet. Dies mit dem Ziel, den Informationsfluss in der Bundesverwaltung zu verbessern und einen Grundlagenbericht zur Rohstoffthematik in der Schweiz zu erarbeiten.  

Letzte Änderung 04.01.2017

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